Rhein-Pfalz Kreis Schwere Verluste: Wenn Betrüger sich einfach zuschalten

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«Rhein-Pfalz-Kreis.» Weil es immer wieder passiert, dass Menschen am Telefon betrogen werden und dabei sehr viel Geld verlieren, veröffentlicht die Polizei mehrere eindringliche Beispiele – als Warnung.

Die Masche ist immer wieder die gleiche, aber sie funktioniert offenbar: Erst den Leute Angst vor Viren auf ihren Computern machen und sich dann als helfender Microsoft-Mitarbeiter ausgeben. In Waldsee ist ein 62-Jähriger darauf reingefallen. Als der vermeintliche Computerspezialist ihm am Telefon mitteilte, dass sein Computer gehackt worden sei, gab er zur Überprüfung des Sicherheitssystems bereitwillig mehrere TANs für zwei Konten durch. Anschließend kaufte er noch iTunes-Karten für 1500 Euro. Auf die Idee, dass er betrogen worden sein könnte, kam der 62-Jährige erst durch einen Zeitungsartikel. Da war es aber zu spät: Von seinen Konten waren insgesamt 17.000 Euro abgehoben worden. Ähnlich ist es einem Mutterstadter ergangen. Der Einstieg ins Gespräch war laut Polizei der gleiche und im Verlauf des „Servicegesprächs“, bei dem der 51-Jährige aufgefordert wurde, verschiedene Aktionen und Transaktionen am PC auszuführen, wurden von seinen Konten 2300 Euro abgebucht. Anschließend kaufte der Mutterstadter noch für 300 Euro iTunes-Karten, um das angebliche Problem am Computer gänzlich zu beheben. Eine fehlerhafte Softwarelizenz war der vorgeschobene Grund, einem 62-jährigen Ludwigshafener Geld abzuknöpfen. Der Mann erlaubte es dem „Microsoft-Mitarbeiter “ auf seinen Rechner zuzugreifen, der nutzte die Rechte und buchte rund 3500 Euro ab. Der jüngste von der Polizei gemeldete Fall stammt aus Schifferstadt und ist etwas anders gelagert: Als ein 70-Jähriger im Internet surfte, ging ein Popup-Fenster auf mit der Nachricht, dass sein PC gereinigt werden müsse. Er rief die angezeigte Telefonnummer mit Berliner Vorwahl an. Ein Mann meldete sich und forderte den Schifferstadter auf, verschiedene Änderungen an den Einstellungen seines Computers vorzunehmen, was er auch tat. Der 70-Jährige überwies für die Arbeiten des Unbekannten 180 Euro auf ein von seinem Gesprächspartner genanntes Konto. Die Polizei rät, wenn das Telefon klingelt und sich ein Unbekannter als Microsoft-Mitarbeiter vorstellt, am besten den Hörer gleich wieder aufzulegen. Und außerdem niemals Nummern und TANs zu Bankkonten herauszugeben.

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