Mutterstadt
Real-Halle: Wiedereröffnung Ende 2024?
Michael Sappok von der Van Mark Projekta GmbH, die den Halleninhaber Immopol 5 GmbH aus Diepenau vertritt, ist zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr Wiedereröffnung gefeiert werden kann. Ein Zeitplan sei derzeit in Arbeit, erst dann könnte ein konkreter Termin genannt werden. Die Wiedereröffnung des Einzelhandels in der ehemaligen Real-Markt-Halle im Gewerbegebiet An der Fohlenweide musste aus verschiedenen Gründen mehrmals verschoben werden. 2022, im Jahr der Schließung, gehörte die Gewerbe-Immobilie dem russischen Investor SCP. Der hatte den Mutterstadter Markt zwei Jahre zuvor in einem „Paket“ bestehend aus 276 Real-Märkten vom Metro-Konzern erworben. Mehrheitliche Anteilseigner von SCP waren zu diesem Zeitpunkt die russischen Finanzinvestoren Wladimir und Felix Jewtuschenkow. Laut Auskunft von Michael Sappok hat Immopol 5 GmbH das Objekt in Mutterstadt 2022 von der SCP erworben.
Mitte vergangenen Jahres wurde damit begonnen, die etwa 13.000 Quadratmeter große Halle zu sanieren. Die Fläche, die einst der Real-Markt innehatte, soll in drei Mietflächen aufgeteilt werden. Sie sollen an Edeka Stiegler und die Filialisten Action-Markt und Woolworth vermietet werden. Die Halle wurde mittlerweile vollständig entkernt und sollte entsprechend den Anforderungen der künftigen Mieter ausgebaut werden. Dabei soll die Immobilie innen wie außen ein neues Erscheinungsbild inklusive einer neuen Farbgebung erhalten. Die Kosten für die Komplettsanierung schätzte Michael Sappok damals „auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag“. Im September und Oktober vergangenen Jahres wollte man die Flächen dann an die Mieter übergeben: Das sind der Ankermieter Edeka Stiegler, Rofu Kinderland, Action-Markt und Woolworth. Rofu Kinderland hat kurz danach wieder seine Pforten an gleicher Stelle eröffnet. Action ist neu eingezogen, in den Bereich, in dem einst der Real-Getränkemarkt war.
Woolworth hingegen hat die Flächen nicht abgenommen, so groß seien damals noch die baulichen Mängel gewesen. Das Gleiche auf der etwa 5500 Quadratmeter großen Fläche, die für Edeka Stiegler vorgesehen ist. Der Frust war damals bei Mitinhaber Sven Stiegler groß, gern hätte er im Herbst eröffnet und das Weihnachtsgeschäft mitgenommen. Er berichtete damals, dass die Fläche beim Abnahmetermin „praktisch noch ein Rohbau“ gewesen sei. Schon damals wurde sichtbar, dass das beauftragte Bauunternehmen offensichtlich Probleme beim Ausführen der Arbeiten hatte. Van Mark hoffte dennoch, Mitte dieses Jahres die Flächen übergeben zu können, leider vergeblich. Michael Sappok möchte sich derzeit zu Details am Bau aus rechtlichen Gründen nicht äußern, ist nun aber wirklich guter Hoffnung auf ein „Happy End“ in diesem Jahr.
Sven Stiegler bleibt skeptisch: „Wir haben schon viel versprochen bekommen. Wir verlassen uns erst auf einen Termin, wenn wir etwas schriftlich bekommen – das ist bis jetzt nicht geschehen.“ So lange könne man weder planen noch eine Eröffnung terminieren. „Wir wollen die Mutterstadter Kunden nicht wieder enttäuschen“, sagt er und hofft, bis Juni einen Übergabetermin von Van Mark genannt zu bekommen.