Fussgönheim RHEINPFALZ Plus Artikel Photovoltaikprojekt entlang der Autobahn soll kommen

Finanziell würde die Ortsgemeinde Fußgönheim von der Verpachtung mehrerer Grundstücke entlang der Autobahn für ein Photovoltaikp
Finanziell würde die Ortsgemeinde Fußgönheim von der Verpachtung mehrerer Grundstücke entlang der Autobahn für ein Photovoltaikprojekt klar profitieren.

Solarprojekt an der A650: Die Gemeinde Fußgönheim plant die Verpachtung von Flächen für erneuerbare Energien ab Ende 2027. Mehrere Firmen haben bereits Interesse gezeigt.

Die Ortsgemeinde Fußgönheim steht vor einer wichtigen Entscheidung: Die Firma Innovar Solar GmbH plant ein Freiflächenphotovoltaikprojekt entlang der Autobahnen A61 und A650 und möchte dafür Grundstücke pachten. Im Blick haben die Niedersachsen auch drei Flurstücke der Ortsgemeinde auf der jeweils südlichen Seite der A650. Gesamtfläche: 7,900 Hektar. Der aktuelle Pachtvertrag dieser Flurstücke, die derzeit als Ackerland genutzt werden, läuft noch bis November 2027. Wie Bürgermeisterin Heike Seifert-Leschhorn (CDU) im Gemeinderat ausführte, sieht der von der Projektfirma vorgelegte Vertragsentwurf für das Photovoltaikprojekt eine Laufzeit von 30 Jahren vor, die mit Baubeginn starten würde. Das jährliche Nutzungsentgelt basiere dabei auf dem Nettostromerlös, wobei ein Mindestmietzins garantiert werde. Auf dieser Grundlage würde die Ortsgemeinde Fußgönheim mit rund 35.550 Euro jährlich deutlich höhere Einnahmen erzielen als mit der bisherigen landwirtschaftlichen Sammelpacht, die bei etwa 2860 Euro pro Jahr liege.

Rein rechtlich gesehen, ist die Grundlage für das Vorhaben durch die aktuelle Gesetzeslage gegeben: Die angefragten Grundstücke der Ortsgemeinde Fußgönheim liegen innerhalb eines 200-Meter-Abstands zur Autobahn und gelten als privilegierte Flächen. Wegen des großen öffentlichen Interesses am Ausbau erneuerbarer Energien setze der Gesetzgeber an dieser Stelle keinen Bebauungsplan voraus, erläuterte Seifert-Leschhorn. Angepeilt habe die Firma Innovar Solar GmbH eine Anpachtung der von ihr ins Auge gefassten Flächen entlang der Autobahn im Laufe des Jahres 2026. Sofern die Ortsgemeinde Fußgönheim den aktuellen Pachtvertrag für ihre Grundstücke regulär auslaufen lassen wolle, bestehe jedoch auch das Interesse, diese erst 2027 zu übernehmen.

Auch Firma aus der Region hat Interesse

Einen Grundsatzbeschluss zum Thema hat der Gemeinderat am Mittwochabend nun gefasst: Die Grundstücke der Ortsgemeinde entlang der A650 sollen nach Auslauf der landwirtschaftlichen Sammelpachtverträge im November 2027 für die Photovoltaiknutzung zur Verfügung gestellt werden. Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Enthaltung aufseiten der FWG. Außerdem ist beschlossen worden, nicht nur die drei südlich der Autobahn liegenden Grundstücke in diesem Sinne neu zu verpachten, sondern auch mehrere Grundstücke der Ortsgemeinde Fußgönheim, die nördlich entlang der Autobahn liegen. „Diese Grundstücke sind zwar Eigentum der Ortsgemeinde Fußgönheim, liegen aber auf Maxdorfer Gemarkung“, erläuterte Heike Seifert-Leschhorn. Dass die Ortsgemeinde Maxdorf den bestehenden Flächennutzungsplan ändern müsste, damit die Fußgönheimer ihre Grundstücke für eine Photovoltaiknutzung zur Verfügung stellen können, sei jedoch nicht notwendig.

Explizit noch nicht entschieden, hat der Fußgönheimer Gemeinderat, an welche Projektfirma die gemeindeeigenen Grundstücke entlang der Autobahn ab Ende 2027 verpachtet werden sollen. Der Hintergrund: Auch die in Lambsheim beheimatete und auf erneuerbare Energien spezialisierte Firma Gaia hat Interesse an den besagten Flächen bekundet. Welcher Anbieter am Ende den Zuschlag bekommt, ist also noch offen.

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