Rhein-Pfalz Kreis
Lambsheim/Hessheim: Klimaschutzstelle bald wieder vakant
Die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim muss den Posten des Klimaschutzmanagers neu besetzen – zum vierten Mal seit 2015. Nach Ulf Gutermann und Ralf Monecke hat nun auch deren Nachfolgerin Rosemarie Lindhorst gekündigt.
„Mir persönlich tut das sehr leid, denn der Verlust ist groß“, sagt auf Anfrage Willi Boxheimer (CDU), der seit wenigen Wochen Beigeordneter der Verbandsgemeinde und zuständig für das Sachgebiet Klimaschutz ist. Rosemarie Lindhorst hat Ende September ihre Kündigung eingereicht und wird zum Jahresende die VG verlassen, um einen Job in relativer Nähe zu ihrem Wohnort Nierstein anzutreten. Mehr weiß Willi Boxheimer nicht, denn die Klimaschutzmanagerin sei derzeit nicht im Dienst.
Näher an der Heimat war auch die Jobalternative von Ralf Monecke, weshalb dieser im Sommer 2017 nach knapp zweijähriger Amtszeit adieu zum hiesigen Klimaschutzmanagement sagte. Nur sieben Monate hielt es sein Vorgänger Ulf Gutermann aus Gönnheim aus. Für ihn war das Arbeitsfeld ausschlaggebend für die Kündigung. Er wolle lieber Projekte verwirklichen als Öffentlichkeitsarbeit machen, sagte er damals, als die Stelle noch hauptsächlich auf die Ortsgemeinde Lambsheim ausgerichtet war und er dort unter anderem für das Nahwärmenetz die Werbetrommel rühren sollte.
Boxheimer lobt die Verdienste von Lindhorst
Später ging die vom Bund geförderte, auf drei Jahre befristete Teilzeitstelle ganz auf die Verbandsgemeinde über, für die Rosemarie Lindhorst ein Klimaschutzkonzept erstellte, dessen „Meilensteine“, wie die Verwaltung die einzelnen Schritte nennt, jetzt angegangen werden müssen. Ein Projekt ist laut Boxheimer die Beratung von Privatleuten, die sich für den Betrieb einer Fotovoltaikanlage interessieren. „Da haben wir drei Berater an der Hand“, sagt der Beigeordnete und betont, dass ihm „grüne Energie, die vor Ort bleibt“ sehr am Herzen liege – ebenso wie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in den Dörfern. Mitgewirkt habe Lindhorst, der Boxheimer eine große Kompetenz zuschreibt, auch bei der Planung des Solaranlagenprojekts für eine Heßheimer Ackerfläche.
Dem Lambsheimer CDU-Politiker ist es wichtig, dass die bis zum 30. April 2022 befristete Stelle so schnell wiederbesetzt wird, damit Lindhorst ihren Nachfolger oder die Nachfolgerin noch einarbeiten kann. „Um die Stelle aufzuwerten und eine Konstanz reinzubekommen, wird sie auf Vollzeit aufgestockt und zur Stabsstelle erklärt“, kündigt Willi Boxheimer an. Der neue Klimaschutzmanager sei dann nicht mehr den VG-Werken und damit Werkleiter Uwe Peter zugeteilt, sondern Verbandsbürgermeister Michael Reith (SPD) und dem Beigeordneten. Es sei notwendig, dass das Klimaschutzmanagement „Zugriff auf alle Fachbereiche hat“. Willi Boxheimer wäre es am liebsten, der oder die Neue wäre in der Region verwurzelt, damit zumindest der Weg zur Arbeit nicht erneut Grund für eine Kündigung sein wird.