Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Hauptstraße 1: Gemeinde sucht Interessenten

Das Haus Hauptstraße 1 steht leer. Was daraus wird, ist noch unklar.
Das Haus Hauptstraße 1 steht leer. Was daraus wird, ist noch unklar.

Wie geht es mit dem Haus Hauptstraße 1 in Dannstadt weiter? Die Bürgermeisterin will einen Aufruf in den Medien starten. Möglich ist offenbar vieles.

Das Haus Hauptstraße 1 kommt derzeit eher schmuddelig daher. Schon von außen macht es gerade keinen guten Eindruck. Bewohnt ist es aus Sicherheitsgründen nicht. Im Januar dieses Jahres hat es eine Begehung gegeben. Dabei kam heraus, dass die Kellerdecke nicht mehr standsicher ist. Stützen sind eingezogen worden.

Doch irgendwie muss und soll es mit der Immobilie weitergehen. Schließlich ist die Adresse Hauptstraße 1 von der Lage her eine der prominentesten in Dannstadt-Schauernheim. Es liegt direkt an der Kreuzung Hauptstraße/Ludwigshafener Straße/L454/Am Rathausplatz. Das Rathaus der Verwaltung der Verbandsgemeinde ist in unmittelbarer Nachbarschaft.

Interessenten sollen sich melden

Zwei Kaufinteressenten hat es laut Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) schon gegeben. Doch in trockenen Tüchern ist noch nichts. Die Gemeinde will daher von sich aus aktiv werden. In den Medien und auf den üblichen Plattformen im Internet soll bis Ende Oktober um Interessenten geworben werden. Danach wolle man in nicht öffentlicher Sitzung diejenigen, die an dem Grundstück und dem Haus Interesse zeigen, vorstellen und beraten, was für das Gelände am besten sei.

Die Interessenten sollen ein Nutzungskonzept an die Verwaltung schicken. Das Ziel ist es laut Winkelmann, dass die Fläche nachhaltig und „gemeinwohlorientiert“ entwickelt wird. Bei einer Enthaltung zeigten die Mitglieder des Ortsgemeinderats mit großer Mehrheit ihre Zustimmung für Winkelmanns Plan.

Erste Beratungen im März

Bereits im März hatte es eine erste Beratung zu dem Objekt gegeben. Damals war schon deutlich geworden, dass es eine große Bandbreite an Ideen geben kann, wie es dort weitergehen kann. Die Immobilie gehört im Moment der Gemeinde. Zuletzt waren dort Flüchtlinge untergebracht. Weshalb im März auch der Terminus „Sozialer Wohnungsbau“ zur Sprache kam. In eine ähnliche Richtung ging diesmal auch der Vorstoß von Jeanette Klein (Grüne). Sie sprach sich dafür aus, nicht nur kommerzielle Interessen in den Vordergrund zu stellen. Womöglich könne man das Haus nach einer Sanierung später für Familien vorhalten, die ihre Wohnung verloren hätten.

Gerlinde Braun (SPD) brachte am Mittwochabend den Kreiswohnungsverband ins Spiel. In dieser Richtung machte Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, den Ratsmitgliedern allerdings wenig Hoffnung. Für dessen Zwecke sei die Immobilie wahrscheinlich zu klein.

Weitere Beratungen nötig

Auch ein Verkauf des Areals war im März mit dem Verweis auf Zeiten knapper Kassen nicht ausgeschlossen worden. Marc Hauck (FDP) hatte damals daran erinnert, dass das Haus schon mal als Standort für ein Café im Gespräch gewesen sei. Bei einem Verkauf könne man den Nutzungszweck ja vertraglich regeln, hatte er seinerzeit betont. Aus seiner Sicht fehlten der Gemeinde die finanziellen Mittel, um dort ein Prestigeobjekt zu realisieren.

CDU-Fraktionschef Elmar Burkhardt hatte im März einen Ideenwettbewerb für Architekturstudierende der Fachhochschule Kaiserslautern ins Spiel gebracht – im Rahmen gewisser Vorgaben. Als Objekt in vergleichbarer Lage hatte er auf das neue Gebäude der VR Bank in Mutterstadt an der Kreuzung Speyerer Straße/Neustadter Straße/Oggersheimer Straße/Ludwigshafener Straße verwiesen. Das zeige, was möglich sei. In welche Richtung es am Ende konkret gehen wird? Die weiteren Beratungen nach Eingang der Konzepte sollen da Klarheit bringen.

Kontakt

Interessenten können sich wenden an Manuela Winkelmann per E-Mail an Manuela.Winkelmann@og-daschau.vgds.de.

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