Rhein-Pfalz Kreis Geboren im „Goldenen Stern“

DANNSTADT-SCHAUERNHEIM. Ein Grund zum Feiern: Seit 50 Jahren besteht der Dannstadt-Schauernheimer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Das Fest steigt am Sonntag, 12. Oktober, 14 Uhr, im Zentrum Alte Schule in der Hauptstraße. Doch was hat die Awo-Gruppe zuvor ein halbes Jahrhundert lang gemacht? Das soll dieser Rückblick verraten.
Die Awo Dannstadt-Schauernheim wurde bestimmt auch unter einem guten, ganz sicher aber im „Goldenen Stern“ geboren. In besagter Gaststätte ist am 27. Mai 1964 der Ortsverein gegründet worden Die anfänglich 25 bis 30 Mitglieder wählten Ella Böhles zu ihrer Vorsitzenden. Daneben waren Kurt Bandura als stellvertretender Vorsitzender, Fritz Hauck als Kassierer, Willi Böhles als Unterkassierer, Anna Hartmann und Berta Michel als Beisitzer sowie Adam Weiss und Ernst Reis als Revisoren die Frauen und Männer der ersten Stunde. Ihr Ziel: ein Angebot für kinderreiche Familien und Senioren. Und das ist es immer noch: „Kinder und Senioren liegen uns besonders am Herzen“, erläutert die seit 34 Jahren amtierende Vorsitzende Erika Reuther. Ende 1964 hatte der Ortsverein bereits 50 Mitglieder. Aktuell sind es fast 200. „Leider wissen wir kaum etwas aus den Anfängen unserer Awo, da es aus der Zeit kein Protokollbuch gibt“, erzählt Reuther. Doch ab den 70ern kann sie mitreden. 1975 beispielsweise habe der Awo-Seniorentreff in der Friedenstraße 21 eingeweiht werden können, nachdem die Gemeinde 1973 das vorher von einer Firma genutzte Gebäude für Vereinszwecke zur Verfügung gestellt hatte. Die Räume seien im Laufe von zwei Jahren mit viel Eigenleistung und Engagement von den Mitgliedern hergerichtet worden. Hier seien dann an fünf Nachmittagen in der Woche Senioren zum geselligen Treff zusammengekommen. Besonderer Höhepunkt sei immer der frische Kuchen gewesen, für den ein aktiver „Kuchenspendekreis“ sorgte und heute noch sorgt. Allerdings öffnet der Seniorentreff inzwischen nur noch zweimal pro Woche – am Dienstag und am Donnerstag. Das Angebot hat sich immer wieder verändert, aber es gibt auch feste Bestandteile: So gibt es seit 25 Jahren Sitzgymnastik sowie Skat-, Rommé- und Spielrunden. Einmal pro Monat trifft sich ein Männerstammtisch und ein i/k- (iwwer/kurz davor) 60 Frauentreff. Für jedermann finanziell erschwingliche Ausflüge, Weihnachts-, Oster- und Fastnachtsfeiern sowie Grill- und Hoffeste runden das Angebot der Arbeiterwohlfahrt heute noch ab. Mit Tombolas, Basaren oder Marmeladenverkauf werden soziale Projekte im Ort, aber eben auch auf internationaler Ebene unterstützt. „Dabei ist es uns wichtig, dass das Geld immer zu 100 Prozent ankommt“, meint Erika Reuther. Spenden für internationale humanitäre Hilfeleistungen wickelt sie daher immer über den Fachverband Awo International ab. Damit das vielfältige soziale Engagement vor Ort möglich ist, bedarf es einer Reihe von engagierten Helfern. Reuther ist froh über ihr Mitarbeiterteam. „Ich hoffe, dass wir auch weiterhin unsere soziale Aufgabe erledigen und immer wieder Mitarbeiter gewinnen können, die uns dabei unterstützen“, wünscht sich die Vorsitzende.