Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ferienprogramm: Abklatsch-Hände und Tischkicker mit Gebäckzangen

 Nach Corona-Regeln: Mit den langen Abklatsch-Händen lässt sich auch mit Abstand Fangen spielen.
Nach Corona-Regeln: Mit den langen Abklatsch-Händen lässt sich auch mit Abstand Fangen spielen.

105 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren haben am Ferien-Ersatzprogramm der Kinder- und Jugendpflege Dannstadt-Schauernheim teilgenommen. Während der kompletten Ferienzeit gab es Angebote im Wald und auf dem Wasser. Auch wenn manches neu oder anders war, der Spaß kam im Corona-Jahr nicht zu kurz.

Der Tischkicker wurde mit einem Plexiglas-Trennschutz ausgestattet, die Kugel kann mit einer langen Gebäckzange aus Holz wieder ins Spiel gebracht werden. Vor der Dartscheibe weisen gelbe Pfeile auf dem Boden die Laufrichtung. Ein extra aufgehängter Spiegel im Treppenhaus zeigt, ob der Weg frei ist. Und die Toilettenampel sorgt dafür, dass sich die Kinder auch dort nicht zu nahe kommen. Abstand halten ist im Kulturhof Schrittmacher in Dannstadt oberstes Gebot.

Zeltplatz im Wald statt Kroatien

Dort ist in diesem Jahr erstmals die Basisstation von Kinder- und Jugendpfleger Thomas Göhner. Er koordiniert eines von drei Ferienprogrammen, das die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim anstelle der abgesagten Ortsranderholungen anbietet. Außer Göhners Waldtagen gab es ein erlebnissportliches Programm mit Paddel- und Wandertouren in den südlichen Rheinauen unter Leitung von Jugendpfleger Werner Kopf. Dieses Angebot orientierte sich an der Ortsranderholung „BaLi“, die üblicherweise an den Lingenfelder Baggersee geht. Jugendpflegerin Pia Thomé-Schulz reiste dieses Jahr nicht mit Jugendlichen nach Kroatien, sondern schlug ihre Basisstation auf einem Zeltplatz im Wald bei Neustadt auf. Dort konnten die Kinder Hütten bauen, grillen, im Schatten der Bäume chillen oder beim Geocaching aktiv werden.

„Manches von dem, was wir hier für unser Ferienprogramm umgesetzt haben, hätten wir nicht gebraucht“, sagt Göhner. Denn kurz vor den Sommerferien habe das Land die Corona-Vorschriften nochmals weiter gelockert. Doch die Planungen der Kinder- und Jugendpflege Dannstadt-Schauernheim waren da längst abgeschlossen, die meisten Vorbereitungen ebenfalls und die Kinder hätten laut Göhner keine Probleme gehabt, die Regeln einzuhalten. „So kann ich die Ferienbetreuung gut vertreten und mit einem hohen Maß an Sicherheit anbieten. Zumal die Kinder die Corona-Maßnahmen gut umsetzen und unsere kreativen Lösungen für zusätzlichen Spaß sorgen“, sagt er und zeigt als Beispiel ein Bündel langer, selbstgebastelter Abklatschhände, die sogar Fangen spielen erlauben.

Immer Wasser zum Händewaschen dabei

Im Wald, wo es mit Kleinbussen hingeht, ist dagegen kaum ein Unterschied zu den Vorjahren zu spüren. Lager bauen steht auf dem Programm, schon immer ein fester Bestandteil von Thomas Göhners Ferienangebot. Und auch der Ausflug in die Kletterhalle konnte wie gewohnt stattfinden. Neu ist der große Wasserkanister, der zu jedem Ausflug mitgenommen wird. „So können wir uns auch im Wald regelmäßig die Hände waschen.“

Statt wie bisher mit bis zu 30 Kindern zwei Wochen lang unterwegs zu sein, sind es in diesem Jahr pro Ferienwoche maximal acht Kinder, die das Waldangebot nutzen konnten. Die aktuelle Gruppe scheint dies nicht zu stören. Fröhliche Gesichter, wohin man schaut. „Durch die Kleingruppen ist alles sehr entspannt, man kann auf jedes einzelne Kind gut eingehen“, sagt Rose Weisbrodt aus Rödersheim. Die Betreuerin unterstützt Thomas Göhner bereits im dritten Jahr und auch ihre Kollegin Helena Eichner aus Schifferstadt kennt das Ferienprogramm vor und mit Corona. „Der Kulturhof Schrittmacher als Basisstation ist auch super, denn die Kinder spielen hier sehr gerne“, sagt Eichner und wird von einem Mädchen direkt wieder an den Tischkicker zurückbeordert. Schließlich gilt es dort noch, die angefangene Partie zu Ende zu spielen.

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