Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Edeka Stiegler setzt im neuen E-Center auf Regionalität

Noch braucht es Vorstellungskraft, sich das Einkaufscenter vorzustellen. Sven Stiegler weiß aber schon ganz genau, wie das ausse
Noch braucht es Vorstellungskraft, sich das Einkaufscenter vorzustellen. Sven Stiegler weiß aber schon ganz genau, wie das aussehen wird.

Das Inventar ist bestellt, Sven Stiegler und sein Team stehen in den Startlöchern. Der Unternehmer möchte so schnell wie möglich seine neunte Edeka-Filiale in der ehemaligen Real-Markthalle im Mutterstadter Gewerbegebiet eröffnen. Doch es hakt immer noch bei der Renovierung.

Eine gemeinsame Eröffnung des neuen Einkaufcenters in Mutterstadt hält Sven Stiegler, Geschäftsführer von Edeka Stiegler, für das Beste. Wann das aber sein wird, bleibt weiter unklar. Alles hängt am Übergabetermin. „Im dritten Quartal“, das war die letzte Aussage von Michael Sappok von der van Mark Projekta GmbH, die für den Hallenbesitzer Immopol 5 GmbH die Projektleitung innehat. Derzeit wird noch an der Elektronik und der Lüftungsanlage gearbeitet.

Kommt der Startschuss, „benötigen wir acht bis zehn Wochen, um das E-Center eröffnen zu können; das Inventar ist schon bestellt“, sagt Sven Stiegler. Ab 2500 Quadratmeter Fläche spricht Edeka nicht mehr von einem Markt, sondern von einen E-Center. Jenes in Mutterstadt hat etwa 5500 Quadratmeter Fläche. Innen wie außen sei der Immobilienbesitzer bei der Renovierung der ehemaligen Real-Markthalle auf die Wünsche von Edeka eingegangen, etwa beim Farbkonzept – Schwarz und Gelb werden dominieren, wie man es von Edeka kennt. Die gesamte Halle hat unter anderem einen neuen Boden bekommen, unterschiedliche Fliesen grenzen in der Edeka-Filiale die verschiedenen Bereiche ab. Los geht es mit Obst und Gemüse, danach folgen alle Food- und Non-Food-Abteilungen, wie man sie aus Lebensmittelmärkten kennt. „Dabei folgt die Laufrichtung dem Tagesablauf: Frühstück, Mittag- und Abendessen“, erklärt Sven Stiegler. Außerdem wird es eine Sushi-Abteilung, eine heiße Theke bei der Metzgerei, eine Stiegler-Bäckerei- und Konditorei-Filiale „Bäcker Buwe“ und einen sogenannten Shop-in-Shop geben. Dort werde Depot Deko-Waren anbieten. Auch werden ein Toto-Lotto-Laden und eine Postfiliale integriert sein, die auch von Stiegler betrieben werden. Zuvor wurde das in dem Cigo-Laden neben Rofu-Kinderland angeboten. „Wir haben das gern alles in unseren Händen, denn beschwert sich jemand, verbinden das die Kunden schnell mit Edeka“, erläutert Sven Stiegler.

Fachkräftemangel sei spürbar

Regionalität sei auch in Mutterstadt das große Motto – optisch wie inhaltlich: „Alles wird eine Holz-Optik bekommen und wir beschriften auch auf Pfälzisch“, verrät der Unternehmer. Zudem kooperiere Stiegler mit 300 regionale Lieferanten, darunter Landwirte und Winzer. Auch Produkte aus Mutterstadt werden verkauft, etwa die Soßen und Chutneys von Heike Fehmel oder die besonderen Nagellacke in Miniaturweinflaschen von Vinolac. Eine Mutterstadter Besonderheit soll eine Sortiertrommel für Leergut sein, in der Plastikflaschen sackweise entleert werden können, dann werden diese automatisch sortiert.

Etwa 70 Mitarbeiter seien noch aus der ehemaligen Real-Belegschaft verblieben, diese wie weitere werden aus den anderen Stiegler-Filialen in Mutterstadt arbeiten. Weitere Einstellung schließe man nicht aus. Doch Stieglers haben Probleme, Fachkräfte zu finden. „Gefühlt ist der Arbeitsmarkt leer“. 30 Ausbildungsplätze in verschiedenen Bereichen habe das Unternehmen jedes Jahr zu vergeben. „Wir haben damit unsere Mühe.“

Sven Stiegler ist zuversichtlich, dass der Markt gut anlaufen wird, auch wenn sich die Eröffnung um mehr als ein Jahr verzögert hat. „Man kennt uns in der Region, und viele Kunden warten darauf, dass es endlich losgeht “, sagt er. Ein weiterer Faktor sind die gestiegenen Energiepreis und die Inflation, die sich auf die Lebensmittelpreise niederschlagen. „Wir haben bis jetzt keine Kunden verloren, aber wir spüren ein Downgrade, also Kunden kaufen die günstigere Variante eines Produkts“, sagt er. Etwa 60.000 Artikel werden in Mutterstadt angeboten, darunter auch viele Discount-Artikel.

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