Dannstadt-Schauernheim
Die neue Kita kommt aufs Schulgelände
Die Mehrheit des Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderats hält den Bau einer dreigruppigen Kita bei der Kurpfalzschule nach wie vor für die beste Lösung, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken. Ein Alternativvorschlag der Grünen überzeugte das Gremium nicht.Die neue Kita soll auf dem Gelände der Kurpfalzschule entstehen, genauer im Nordwesten, wo die angrenzende Haardtstraße eine 90-Grad-Kurve beschreibt. In dem L-förmigen Gebäude sollen drei Gruppen mit je 25 Kinder Platz finden. Neben den drei Gruppenräumen samt Nebenraum, einem großen Mehrzweckraum, Personalräumen, Büros für die Kita-Leitung und Sanitäranlagen ist vor allem eine große Frischeküche geplant. Ihr kommt besondere Bedeutung zu, da hier nicht nur die Mittagessen für die neue Kita zubereitet werden sollen, sondern auch für die benachbarte Kita Sonnenschein. Dazu kommen Lagerräume und ein großes Außenspielgelände. Für die Erzieherinnen, Eltern und Anwohner hat Architekt Michael Klee in seinem Entwurf entlang der Straße insgesamt 25 Parkplätze vorgesehen. Darüber hinaus ist der Neubau so konzipiert, dass er bei Bedarf um weitere drei auf dann sechs Gruppen erweitert werden könnte. Die Kosten für das Vorhaben schätzt der Planer auf 2,75 Millionen Euro.
Jugendämter begrüßen das Konzept
Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) berichtete, in gemeinsamen Gesprächen mit Kreis- und Landesjugendamt seien diese mit dem vorgestellten Konzept sehr zufrieden gewesen. Die geplanten Räumlichkeiten seien kindgerecht. Nicht zuletzt die Frischeküche hätten sie sehr begrüßt. „Und sie haben die Genehmigung nicht nur für 75, sondern sogar für 90 Kinder in der Zeit von 7 bis 17 Uhr in Aussicht gestellt“, hob die Ortschefin hervor.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Elmar Burkhardt fand die Konzentration des Betreuungsangebots in der Gemeinde auf einen zentralen Anlaufpunkt für die Eltern gut – „mehr oder weniger vom ersten bis zum zehnten Lebensjahr“. So könnten Synergien wie bei der Frischeküche ausgeschöpft werden.
Die Sozialdemokraten waren ebenfalls für Klees Entwurf am Standort bei der Schule. Der vorhandene Bedarf lasse sich nur hier in absehbarer Zeit abdecken. Das sah auch Marc Hauck (FDP) so. Er gemahnte jedoch, sich mittelfristig um ein baureifes Grundstück im Ortsteil Schauernheim zu bemühen.
Grüne erneuern Kritik und scheitern mit Gegenvorschlag
Die Grünen lehnten den Kita-Neubau an dieser Stelle weiter ab. Ihre Kritik: Er sei keine nachhaltige Lösung, es werde ein 50 Jahre alter Baumbestand geopfert und „er verbaut buchstäblich die Zukunft der Kurpfalzschule“, sagte Fraktionssprecherin Almut Schaab-Hehn. Zudem werde das Projekt die Verkehrssituation rund um die Schule verschärfen. Sie warb stattdessen dafür, den aktuellen Bedarf an Betreuungsplätzen mit Containern bei der Kita Kleine Wolke in der Weinbietstraße zu erfüllen und in der Zwischenzeit ein geeignetes Gelände in Schauernheim zu finden.
Dem hielten Winkelmann und Günter Chor (CDU) entgegen, die Kurpfalzschule könne während des Umbaus der Schauernheimer Grundschule sämtliche Schüler von dort aufnehmen. Zudem besitze die Verbandsgemeinde ein 35.000 Quadratmeter großes Grundstück für eine eventuelle Schulerweiterung. Monika Fußer (CDU) kritisierte das Denken in getrennten Ortsteilen: „Wir sind doch eine Gemeinde.“ Letztlich war die Ratsmehrheit für den geplanten Kita-Standort bei der Schule. Die Grünen zogen daraufhin ihren Antrag für die Container-Alternative zurück.