Pirmasens „Wir haben eine gute, junge Mannschaft“
Seit Januar trainiert Patrick Fischer die zweite Mannschaft des FK Pirmasens, die in der Fußball-Oberliga auf Rang acht überwintert. Nach viereinhalb erfolgreichen Jahren als A-Juniorentrainer des FKP übernahm Fischer den Posten des zurückgetretenen Coachs Patrick Hildebrandt. Andreas Petry sprach gestern Mittag mit dem 35-Jährigen.
Nein, ich bin noch in Karlsruhe. Sie arbeiten in Karlsruhe im städtischen Sonnenbad, pendeln ständig zwischen ihrer Pirmasenser Heimat und Nordbaden. Wäre es nicht sinnvoll, hier eine Stelle – zum Beispiel im Plub – zu suchen? Ich habe einen Job, den es im Plub so nicht gibt. Ich kümmere mich momentan um das Marketing und kaufmännische Angelegenheiten im Karlsruher Sonnenbad. Das ist ein reines Freibad, und wir öffnen übrigens schon nächstes Wochenende. Bisher waren Sie ja als Jugendtrainer tätig, jetzt sind Sie für ein Herrenteam verantwortlich. Wie groß sind die Unterschiede? Die U23 lässt sich nicht mit einer richtigen Aktivenmannschaft vergleichen, weil die Spieler ja noch sehr jung sind. Aber sie fordern den Trainer mehr als die Junioren. Ich persönlich werde in der Oberliga auf Trainer mit großen Erfahrungen im Herrenbereich treffen. Sind Sie bisher mit der Trainingsbeteiligung sowohl qualitativ als auch quantitativ zufrieden? Viele unserer Spieler streben ja noch an, eine Klasse höher zu spielen. Von daher sind die Trainingsbeteiligung und auch das Engagement sehr hoch. Yannick Osee, Yannick Grieß und Mikael Erdem trainieren jetzt nicht mehr mit dem FKP II, sondern mit dem Regionalligakader. Sehen Sie diese Rochaden als Vor- oder Nachteil an? Geschwächt sind wir da schon, weil wir gerade beim Einstudieren der Taktik insbesondere in Testspielen auf diese Spieler nicht zurückgreifen können. Sie werden dann in den Rundenspielen zu uns abgestellt. Aber das ist für eine zweite Mannschaft normal. Es freut mich für jeden, der den Sprung schafft. Und für die anderen ist es Anlass, richtig Gas zu geben, weil sie sehen, dass dieser Sprung nach oben möglich ist. Auf der anderen Seite füllen Sie ja auch ihr Team mit A-Junioren auf – wie zuletzt mit den Valentini-Cousins. Wer von den A-Junioren ist fürs Oberligateam 2017/18 eingeplant? 14 Spieler kommen raus. Wir haben das Bestreben, viele davon zu halten. Momentan ziehen wir von den A-Junioren immer drei, vier ins Training zu uns hoch, um sie an den Männerfußball heranzuführen. Ihr Vater, der ehemals langjährige FKP-Jugendkoordinator Rolf Fischer, scoutet ja fürs Regionalligateam. Gibt’s da auch Tipps in puncto Spieler für die Oberligamannschaft? Ich denke, da schaut er automatisch darauf. Wobei es für die kommende Saison wenig Sinn macht, externe Spieler zu holen, weil wir eine gute, junge Mannschaft und einen starken A-Junioren-Jahrgang haben. Die Rest-Saison startet am 4. März mit dem Derby in Hauenstein. Wo sehen Sie Ihr Team in der Abschlusstabelle? Wenn wir sportlich den Nichtabstieg schaffen, ist das ein großer Erfolg. Ich möchte die gute Arbeit, mit der Sebastian Reich und Patrick Hildebrandt den Grundstein für den sportlichen Erfolg der U23 gelegt haben, sehr gerne fortführen. |pea