Tischtennis
Warum der TTC Nünschweiler keine Verstärkung sucht
Eigentlich sollte es ein Vorteil sein, wenn ein Spieler des TTC Nünschweiler im Tischtennis-Mekka beim mehrfachen Weltmeister in China weilt. Doch die Fernost-Reise von Timo Schultz, der Marc Roos als TTC-Sportvorstand ablöste, ist rein beruflicher Natur. „Er kommt erst kurz vor Saisonbeginn nach Hause. Er steht in der zweiten Mannschaft, wird aber sicher in dieser Saison wieder zu seinen Einsätzen in der Oberliga kommen“, sagt Henry Wiche, die aktuelle Nummer zwei von Nünschweilers erster Mannschaft. Neben Spitzenspieler Fabian Freytag, Wiche, Marcel Dohmen und Kapitän Thomas Veith auf den ersten vier Positionen sowie Schultz zählen auch Rouven Nicklas und Lars Wolf zum Kader. „Sie alle werden ihre Einsätze haben. Lars Wolf ist richtig motiviert zu spielen, ist auch öfter im Training“, berichtet Wiche.
Neue Spieler sind auch in diesem Jahr Fehlanzeige. „Wir wollen auch nicht unbedingt jemanden verpflichten. Fabian hat eine der besten Rückrunden gespielt. Ich konnte noch nie eine Runde verletzungsfrei spielen, seit wir in der Oberliga sind. Ich denke, wir brauchen zurzeit auch keinen zusätzlichen absoluten Topspieler“, sagt Ex-Pfalzmeister Wiche, der seit zwei Jahren mit Verletzungen zu kämpfen hatte, nun aber wohl wieder auf dem richtigen Weg ist.
Wiche spielt weiter vorn
Die Mannschaft wurde nicht entsprechend der Spielstärkewerte aufgestellt. Denn eigentlich wäre Wiche, der viele Spiele kampflos abgeben musste und sich deshalb im Spielstärkequotienten verschlechterte, nur auf Position vier gewesen. Wiche: „Deshalb spiele ich weiterhin vorne. Ich sehe mich schon in der Lage, eine ausgeglichene Bilanz zu spielen, wenn ich fit bin.“
Im Kampf gegen den Abstieg sieht Wiche „Heusweiler, Wirges, vielleicht immer noch Berus und Mün-dersbach/Höchstenbach als Kontrahenten“. Finthen und Weitenfeld-Langenbach seien schwer einzuschätzen. Berus ist der Gegner im ersten Heimspiel (Sonntag, 14 Uhr). Die Saarländer haben mit Oliver Keiling einen neuen Spitzenspieler. „Berus ist schon eine gefährliche Mannschaft“, sagt Wiche vor dem Saisonauftakt in der Halle am Füllengarten in Nünschweiler.
Grundschüler mit Talent
Freudig blickt Wiche auf die Jugendarbeit. „Es kommen wieder ein paar Grundschüler zu uns ins Training. Manche haben auch richtig Talent und spielen schon gutes Tischtennis“, informiert Wiche. Vielversprechend sei vor allem Lijan Butz aus Rieschweiler-Mühlbach. Wiche: „Er ist seit einem Jahr voll im Training und entwickelt sich gut. Es gibt aber auch noch andere Talente. Zurzeit haben wir etwa 20 Kinder im Training.“ Lijan Butz gewann im Vorjahr die Pfalzmeisterschaften der Jungen bis elf Jahre. „Er ist schon einer, der auch mal höherklassig spielen kann“, meint Wiche.