Pirmasens Ungewohntes von den Unabsteigbaren

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Neun Punkte hat der SSV Höheinöd aus den ersten fünf Saisonspielen der Fußball-B-Klasse West geholt. „Na und?“, mag der geneigte Leser fragen. Nun, das sind für den SSV ungewöhnlich viele Punkte. Denn seit seinem Aufstieg aus der C-Klasse Mitte (die damals noch Kreisklasse Mitte hieß) in die B-Klasse im Jahre 2010 erreichte der SSV nur einmal einen einstelligen Tabellenplatz, als er 2012/13 Neunter mit 38 Punkten wurde. Ansonsten kämpfte Höheinöd stets gegen den Abstieg, vermied diesen aber stets irgendwie. Die Saison 2010/11 hatte der SSV mit 13 Punkten als Letzter abgeschlossen, stieg aber aufgrund einer günstigen Konstellation nicht ab. Im folgenden Jahr war Höheinöd mit 23 Punkten Drittletzter. Vorletzter mit 16 Punkten war der SSV 13/14, musste in ein Entscheidungsspiel gegen den Abstieg und gewann dieses gegen Höhfröschen mit 3:2 im Elfmeterschießen. 14/15 landete der SSV erneut auf dem vorletzten Rang (mit nur zehn Punkten), verlor auch das vorsorglich ausgetragene Abstiegsspiel gegen Geiselberg – und blieb dennoch B-Klässler. 15/16 reichten Höheinöd 23 Punkte, um sich eine weitere Saison die Zugehörigkeit zur B-Klasse zu sichern. Und nach Saisonschluss 2016/17 war Höheinöd Letzter, rückte jedoch auf den vorletzten Platz vor, weil Ixheim II zwischenzeitlich das Handtuch geworfen hatte. Trotzdem wäre Höheinöd abgestiegen, wäre nicht auch noch Knopp/ Wiesbach II freiwillig in die C-Klasse abgerückt. Höheinöd wird daher als „unabsteigbar“ tituliert. Daher sind drei Siege, die in der Summe neun Punkte ergeben, in den ersten fünf Begegnungen für den SSV außergewöhnlich. Wattweiler (3:1), Wallhalben (4:2) und sehr überraschend Titelkandidat Althornbach (2:1) wurden bezwungen. „Alle Kerle ziehen mit. Jeder hat Spaß am Fußball und ist motiviert“, nennt Trainer Michael Müller (25) Gründe für den überraschend guten Saisonstart. Gleich sechs Akteure waren zu Saisonbeginn vom SV Hermersberg nach Höheinöd gewechselt, darunter vier Spieler, die vorige Runde noch bei den A-Junioren kickten. Das brachte viel Schwung. Müller: „Alle Spieler sind lernbegierig, nehmen auch was an und verfügen über viel Potenzial.“ Als ein Glücksfall entpuppte sich die Lösung der Torwartfrage nach dem Weggang von André Busch. „Bis vor acht Wochen hatten wir noch gar keinen Torwart“, erzählt Müller. Dann habe ihn Mittelfeldspieler Timo Steffan angesprochen, ob er sich nicht mal als Torhüter probieren solle. Müller sagte Ja, und Steffan entpuppte sich als talentiert und zuverlässig. Mittlerweile ist der SSV zum Leben erwacht. „Das ist vor allem ein Verdienst unserer Vorsitzenden Jens Mehlhorn und Markus Gerstle“, betont Müller. Viel Mitglieder helfen derzeit mit, das Sportheim zu renovieren und die Außenanlage in Schuss zu halten. „Alles läuft derzeit beim SSV positiv ab. Und in unserer Mannschaft stehen ausnahmslos Höheinöder Spieler. Auch ich bin ein echter Höheinöder“, sagt Müller, der trotz des guten Starts nur ein Ziel hat: „Möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.“ Der 6. Spieltag B-Klasse West: Großsteinhausen II - Martinshöhe (Samstag, 18 Uhr), TSC Zweibrücken II - Wallhalben (Sonntag, 13 Uhr), Herschberg II - Thaleischweiler (So., 13.30 Uhr), SVN Zweibrücken - VB Zweibrücken II, Hornbach - Höheinöd, Althornbach - Stambach, Höhmühlbach - PSV Pirmasens (alle So., 15 Uhr), Wattweiler - Harsberg/Schauerberg (So., 15.15 Uhr) B-Klasse Ost: Burgalben - Hilst (Samstag, 16.30 Uhr), TV/SC Hauenstein III - Hinterweidenthal II, Bundenthal II - Heltersberg/Geiselberg (alle Sonntag, 13.15 Uhr), Ruhbank - RW Pirmasens, Ruppertsweiler - FC Rodalben, Merzalben - Lemberg, Bruchweiler - Busenberg, FC/VfB Münchweiler - Hochstellerhof (alle So., 15 Uhr).

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