Handball
TS Rodalben verliert auch Westpfalzderby
„Wenn Sven Köllermeyer nach zweiwöchiger Corona-Erkrankung durchspielen muss, sich David Saradeth gleich verletzt und Marcel Groß wegen einer Leistenzerrung fast nicht spielen konnte, dann sagt das alles über die Fitness meines Teams aus. Dazu muss ich neidlos die starke Leistung des Gegners anerkennen“, sagte der geknickte TSR-Trainer Mirko Pesic nach dem Spiel.
Sein Team hatte auf einen Heimsieg im Westpfalzderby gehofft, doch nur in den Anfangsminuten spielten die Rodalber auf Augenhöhe. Aus dem 4:5 (7.) wurde elf Minuten später ein 4:13. Viele Ballverluste und etliche Fehlwürfe luden die HSG-Spieler immer wieder zu Kontertoren ein.
Siebter Feldspieler hilft nicht
Um taktisch etwas dagegenzusetzen, nahm Pesic zwischenzeitlich den Torhüter raus und agierte mit einem siebten Feldspieler. Diese Maßnahme verpuffte und erhöhte letztlich nur noch die Gegentrefferanzahl. Frederik Brödel löste im TSR-Tor den glücklosen Pascal Glöckner ab und zeigte gleich eine tolle Parade. Seine Vorderleute trafen nun wieder. Durch das Kempa-Trick-Tor von Max Hubele ging es mit 9:18 in die Halbzeitpause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte stand wieder Glöckner im Tor, hielt einige Bälle, doch an der Tordifferenz änderte sich nur wenig. Köllermeyer warf sechs teils schöne Tore, hinterließ nach zweiwöchiger Krankheitspause einen guten Eindruck. Den machte auch Brödel, der ab der 47. Minute wieder zwischen den Pfosten stand und mehrere Tempogegenstöße der Lauterer entschärfte. Das änderte allerdings nichts am klaren Sieg der Gäste.
Nächstes Heimspiel am Samstag
„Die geile Abwehrarbeit, unterstützt von unserem überragenden Torhüter, war der Garant zum Sieg. Dazu vorne das schnelle Spiel, es hat alles gepasst“, schwärmte HSG-Trainer Ivan Vukas von seiner Mannschaft.
Bereits am Samstag, 20 Uhr, geht es für die Rodalber weiter. Dann erwartet der Tabellenvorletzte (6:24 Punkte) in der TSR-Halle den auf Rang neun liegenden TuS Heiligenstein (13:23).
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Glöckner, Brödel - Max Hubele (2), Goll (3), Schäfer (3) - Haury (1), Köllermeyer (6) - Timm Hubele (6); Saradeth, Groß (1)
Spielfilm: 4:5 (7.), 4:13 (18.), 7:15 (24.), 9:18 (Halbzeit), 12:23 (37.), 16:25 (45.), 18:27 (53.), 22:33 (Ende) - Zeitstrafen: 1/1 - Siebenmeter: 1:0 - 5:4 - Beste Spieler: Brödel, Timm Hubele, Köllermeyer - Neumann, Bechtel, Rösler - Zuschauer: 92 - Schiedsrichter: Pfister/Matheis (TV Wörth/ HSG Eppstein/Maxdorf).