Handball
TS Rodalben: Neunter Sieg in Serie mit hektischer Schlussphase
Die ersten fünf Minuten der Partie gehörten TSR-Torwart Frederik Brödel, der mit vier Paraden einen frühen Rückstand verhinderte, und David Saradeth. Dessen zwei Treffer sorgten für eine 2:1-Führung. Nach dem 7:4 (11.) durch Leif Schäfer bekamen die Rodalber immer mehr Oberwasser.
22 Brödel-Paraden
Weitere tolle Paraden von Brödel (insgesamt 22, davon zwei gehaltene Siebenmeter) waren die Basis für Kontertore von Rechtsaußen Lucas Haury, der von der 16. bis zur 19. Minute fünfmal einnetzte. Aus dem 10:6 wurde so ein 16:7. Haury dazu: „Wir hatten vom Trainer die Devise, außen abzugehen. Das ist mir mit insgesamt neun Toren ganz gut gelungen.“ Nach weiteren, meist schön herausgespielten Toren ging es mit 21:11 in die Pause. Dennoch war TSR-Coach Mirko Pesic nicht ganz zufrieden. Nach seiner Ansicht war die Leistung seines Teams noch verbesserungswürdig.
In der zweiten Hälfte wirkte der Gegner wie ausgewechselt, Die Vorderpfälzer warfen die ersten drei Tore nach der Pause. Fortan kam die HSG immer besser ins Spiel, profitierte auch von Fehlern der Rodalber. Durch zwei Siebenmeter-Tore von Nicolas Koob (40./42.) schmolz der Vorsprung des Pesic-Teams auf sechs Tore. „In der Kabine haben wir uns neu eingestellt. Dann haben wir auf Augenhöhe gegen den Tabellenführer gespielten“, sagte später HSG-Trainer Sven Labitzke. Ein Zwischenspurt mit Toren von David Saradeth, Lukas Baumgart und Lucas Haury zum 31:22 (48.) verschaffte der Turnerschaft wieder etwas Luft, doch blieb es weiter ein offener Schlagabtausch.
Am Ende drei gegen sechs
Gegen Ende des Spiels wurde es hektisch. Im Mittelpunkt der alleinige Schiedsrichter, der viel lautstarke Kritik vom Publikum zu hören bekam. Nach drei Strafen für Jonas Goll, Tim Hubele und den auf der Bank sitzenden Max Hubele – für ihn musste ein Feldspieler raus – spielten in den letzten 17 Sekunden drei Rodalber gegen sechs Gästespieler. Zwar war dies nicht für den Ausgang der Partie nicht mehr wichtig, doch die Halle kochte.
Backender Bürgermeister
Übrigens: Der Rodalber Stadtbürgermeister Claus Schäfer hat während des Spiels nicht nur (wie üblich) als Hallensprecher fungiert, sondern auch leckere Waffeln zugunsten der TSR-Handball-Jugend gebacken.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Brödel, Müller bei zwei Siebenmetern - Schäfer (3), Matheis (3), Goll (2/2) - Haury (9), Heß (5) - Saradeth (6); Tim Hubele (1), Lukas Baumgart (5), Jonas Baumgart, Dully (2), Kölsch, Rios Potrony (2)
Spielfilm: 5:3 (8.), 12:6 (16.), 18:10 (24.), 21:11 (Halbzeit), 24:16 (38.), 27:21 (44.), 33:26 (52.), 38:30 (Ende) - Zeitstrafen: 7:2 - Rote Karte: Tim Hubele (60.) - Siebenmeter: 3/2 - 10/8 - Beste Spieler: Brödel, Haury, Heß - Burkhardt, Koob, Maurer - Zuschauer: 105 - Schiedsrichter: Kischko (TV Wörth).
TSR-STIMMEN ZUM SPIEL
Trainer Mirko Pesic: Wenn man so hoch führt, dann aber klare Chancen vergibt, wird es schwer, den Rhythmus wieder zu finden. Wir waren bisher immer in der zweiten Halbzeit besser, heute ist es uns nicht gelungen.
Lucas Haury, mit neun Toren bester TSR-Werfer: Ärgerlich, dass wir gegen solch eine Truppe in der zweiten Halbzeit den Faden etwas verloren haben.
Sven Heß, fünfmal für Rodalben erfolgreich: Trotz meiner Torausbeute muss ich mich in Angriff und Abwehr noch steigern.
Tim Hubele: Kurz vor Schluss wurde ich ermahnt, obwohl ich der Gefoulte war. Im Gegenzug bekam ich eine fragwürdige Rote Karte.
Kreisläufer David Saradeth: Das Spiel war eigentlich nach 30 Minuten entschieden, doch es muss unser Anspruch sein, auf hohem Niveau durchzuspielen.