Pirmasens Tropenteich als Lehrstück

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Ein Fischteich als Ausbildungsprojekt – am Standort Pirmasens der Hochschule Kaiserslautern haben fünf Auszubildende die Neuanlage, Pflege und Patenschaft eines Tropenteichs übernommen. Im Atrium der Hochschule schwimmen nun Seidenschwänze in gepflegter Umgebung. Vom Einholen der Angebote bis hin zur täglichen Fütterung übernahmen die Auszubildenden alles in Eigenregie.

„Das ist gelebtes Projektmanagement“, gehört für Ramona Grawert, Ausbildungsverantwortliche am Campus auf der Husterhöhe, genau das zu einer praxisnahen Ausbildung. „Die jungen Leute lernen Verantwortung zu übernehmen und sich im Team zu organisieren“, ist sie begeistert von der Idee. Probennahme, Prüfung der Wasserqualität und Analyse der Inhaltsstoffe gehören zum Arbeitsgebiet eines Chemielaboranten. Die fünf Azubis dürfen genau das nun täglich mit einem realen Hintergrund tun und dabei echte Verantwortung übernehmen. „Bei uns als Hochschule gibt es ja im eigentlichen Sinne keine Kunden“, werde so die für die Ausbildung so wichtige Praxis erreicht, erklärt Grawert. Aus diesem Grund unterstützt auch Dekan Ludwig Peetz das Projekt. Er freut sich über das Engagement der jungen Leute. Gleichzeitig rückt er den Blick auf die Hochschule als betriebliche Ausbildungsstätte in den Fokus. Zehn Auszubildende zählt der Standort Pirmasens der Hochschule Kaiserslautern aktuell. Neben den Chemielaboranten werden außerdem Fachinformatiker, Kaufleute für Büromanagement und Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste ausgebildet. Eva Maria Schönborn hat eine Ausbildung in Pirmasens an der Hochschule dem Studium vorgezogen. „Ich finde, den Beruf nimmt mir niemand und falls ich möchte, kann ich ein Studium immer noch anschließen“, sagt die Zweibrückerin. Ähnlich sieht das auch Niklas Ruelius. Chemie habe ihn schon immer interessiert. Auf der Berufsinformationsbörse sei er dann auf die Möglichkeit einer Ausbildung zum Chemielaboranten an der Hochschule aufmerksam geworden. Für ihn ist das eine gute Alternative zum Studium. Rebecca Amend aus Würzburg ist für ihre Ausbildung in die Pfalz gezogen. Nach dem Besuch eines naturwissenschaftlichen Gymnasiums stand der Berufswunsch für sie fest. „Ich habe mich bewusst für eine Ausbildung entschieden“, sagt sie. Die Praxis und die Arbeit im Labor seien genau das, was ihr gefalle. Ein Studium schließt sie zwar nicht aus, „mir gefällt das Arbeitsgebiet aber genauso, wie es ist“, hofft sie auf eine Anschlussstelle. Die ist an der Hochschule zwar nicht garantiert, „einen Anschlussvertrag über ein Jahr bieten wir im Regelfall aber schon an“, informiert Grawert. Aus diesem Grund werden erst im kommenden Jahr 2017 wieder Chemielaboranten ausgebildet. Informationen zu den weiteren Ausbildungsberufen an der Hochschule finden Interessierte auf der Homepage. Der Tag der offenen Tür am Campus in Pirmasens (30. April) bietet zudem eine gute Möglichkeit, mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. (bos)

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