Pirmasens Tobias Deutschmanns „Wuppertrio“

Neben Sayaka Schuck (Klarinette) und Axel Hess (Violine/Viola) ist am morgigen Sonntag seit längerer Zeit wieder einmal der Pirmasenser Musiker Tobias Deutschmann in seiner Heimatstadt zu hören. Sein „Wuppertrio“, in dem Deutschmann als Pianist mitwirkt, spielt ab 11 Uhr im Rahmen der Pirmasenser Sommermusik in der Alten Post.
Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens Trio op. 11 B-Dur, das sogenannte Gassenhauer-Trio, für Klarinette, Viola und Klavier, Max Bruchs „Acht Stücke“ Op. 83 für Klarinette, Viola und Klavier und Astor Piazzollas „Vier Jahreszeiten“ für Violine, Klarinette und Klavier. Das „Wuppertrio“ ist ein junges Ensemble, das sich intensiv der Kammermusik widmet. Die drei preisgekrönten jungen Musiker verbindet zudem eine langjährige Bühnenerfahrung. Axel Hess aus Düsseldorf, Bratschist und Geiger, studierte an der Musikhochschule Düsseldorf. Sein Konzertexamen absolvierte er 1999. Er war mehrfacher Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ und Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie, des European Union Youth Orchestra, des Ensembles Neue Musik Düsseldorf und der Westdeutschen Sinfonia. Konzertreisen führten in durch ganz Europa, Asien und Amerika. 1993 gründete er das „Arcato Streichquartett“, das 1996 den Hochschulwettbewerb gewann. Seit 1997 ist Hess Erster Geiger im Sinfonieorchester Wuppertal und wurde zeitgleich Mitglied des „Martfeld Quartetts“. Sayaka Schmuck aus Bad Waldsee studierte an den Musikhochschulen Weimar, Hannover und „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie ist Preisträgerin verschiedenster Wettbewerbe. So gewann sie 1998 den „Concursul International de Muzica Jeunesses Musicales“ in Bukarest, erhielt im selben Jahr einen Preis bei den Internationalen Stockhausen-Meisterkursen und im Jahr 2000 den „Hans-Sikorski-Gedächtnispreis“ der Deutschen Stiftung Musikleben für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Sie spielte Aushilfe in renommierten Orchestern wie den Münchner Philharmonikern und dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, in der Komischen Oper Berlin und bis 2013 im Gewandhausorchester Leipzig. Seit 2013 ist sie Solo-Klarinettistin im Sinfonieorchester Wuppertal. Der Pirmasenser Tobias Deutschmann studierte an der Hochschule für Musik in Saarbrücken Klavier bei Robert Leonardy und Jean Micault. Weitere Impulse erhielt er durch Helmut Lörscher (Freiburg) und Georg Ruby (Köln). Es folgten Aufbaustudien in Jazz, Liedgestaltung bei Irwin Gage und Dirigieren bei Toshiyuki Kamioka. Deutschmann unterrichtete bis 2009 an der Hochschule für Musik in Saarbrücken die Fächer Klavier, schulpraktisches Klavierspiel und praktische Harmonielehre. Engagements führten ihn unter anderem an das Saarländische Staatstheater, die Musikfestspiele Saar und die Wuppertaler Bühnen, an denen er seit 2008 beschäftigt ist, zuletzt als Zweiter Kapellmeister. Dort leitete er unter anderem die Premieren „Comedian Harmonists“, „Der Vetter aus Dingsda“, „Don Quichotte“, „Evita“ und mehrere Uraufführungen. Im Repertoire dirigierte er zahlreiche Vorstellungen von Werken wie „Die Fledermaus“, „Der Freischütz“, „Ali Baba“, „die lustige Witwe“ oder „Cabaret“. Als Dirigent stand er am Pult des Sinfonieorchesters Wuppertal, der Bergischen Sinfoniker, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Philharmonie Südwestfalen. Seit 2014 ist er musikalischer Leiter der Opernschule am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Konzertreisen führten ihn ins europäische Ausland sowie nach Tunesien, Südkorea und die USA. „Das Wuppertrio besticht durch Prägnanz. Den Abschluss des Konzertes bildeten zwei brilliant und atmosphärisch fesselnd dargebrachte Stücke aus den ,Vier Jahreszeiten’ von Astor Piazzolla. Imponierend war die rhythmische Prägnanz der Darbietung sowie die absolute Vertrautheit im Zusammenspiel des Trios“, urteilte der Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach nach einem Konzert im März 2012. Und: „Das Wuppertrio überzeugte mit ihrer homogenen Spielweise. So klang die Viola bei Axel Hess nicht wie die traurige, tiefer gestimmte Schwester der Geige, sondern wohlig und wie eine angenehme Klanggeberin ohne hohe Spitzentöne. Sayaka Schmuck führte mit feinem Spiel und souverän gehaltenen Spitzentönen durch das Stück“, schrieb die Gifhorner Rundschau.