Fußball
SV Hermersberg: Torhungriger Werder-Fan trifft auf Ex-Verein SG Rieschweiler
Herr Dausmann, Sie wechselten 2018 vom damaligen Bezirksligisten Hermersberg zum Verbandsligisten Rieschweiler. Warum sind Sie dann nach nur einer Saison mit immerhin 26 Verbandsliga-Einsätzen wieder nach Hermersberg zurückgekehrt?
Trainer Björn Hüther hatte in der Winterpause erklärt, dass er zum Saisonende aufhört. 16 oder 17 Spieler haben den Verein verlassen, und wir haben erst am letzten Spieltag die Liga gehalten. Das war gar nichts gegen Rieschweiler. Aber meine ganzen Kollegen spielten in Hermersberg, das ja zwischenzeitlich auch in die Landesliga aufgestiegen war.
Gibt es außer Trainer Hüther, der Rieschweiler ja inzwischen wieder coacht, noch Spieler, die damals auch schon aktiv waren?
Christian Ohlinger war damals mein Mitspieler und ist auch heute noch dabei. Uns verbindet zudem, dass wir beide Fans von Werder Bremen sind. Wir haben auch schon gemeinsam Spiele besucht und erzählen natürlich, wenn wir uns treffen.
Sind Sie als Führungsspieler und Kapitän mit dem aktuellen Rundenverlauf zufrieden?
Ja, bis auf den Ausreißer gegen Baumholder (1:5), als wir eine ganz schlechte erste Hälfte gespielt haben, bin ich zufrieden. Zu Saisonbeginn haben wir ein paar Punkte unnötig liegenlassen. Aber wir haben am Sonntag die richtige Reaktion gezeigt und wollen bis zur Winterpause natürlich oben dranbleiben.
Hermersberg hat trotz des 1:5 gegen Baumholder die zweitbeste Defensivbilanz der Liga. In der Offensive bedeuten 31 Tore Platz sieben. Da gibt es noch Optimierungsspielraum, oder?
Da hat gerade Spitzenreiter Hauenstein etwas mehr Durchschlagskraft und einige Tore mehr geschossen. Im Vergleich zum Saisonbeginn ist es zwar schon viel besser geworden, aber da ist sicher noch etwas Spielraum.
Wie begegnen Sie am Sonntag dem bei Gegner SG Rieschweiler spielenden Landesliga-Top-Torjäger Simon Hauk, der schon 19 Tore geschossen hat?
Wir nehmen nie einen Spieler des Gegners in Manndeckung, sondern versuchen, ihn im Verbund zu stoppen. Aber klar ist: Er braucht nicht viel, um ein Tor zu machen. Da müssen wir extrem wachsam sein.
Sie sind kopfballstark, gehen bei Ecken immer mit nach vorne und haben diese Saison schon dreimal getroffen. Vergangene Runde waren es vier Tore. Haben Sie sich ein Ziel gesetzt?
Sagen wir es mal so: Ich hoffe doch, dass ich noch ein paar Treffer beisteuern kann.
Was erwarten Sie von Rieschweiler, das in dieser Saison bereits einige kuriose Ergebnisse erzielt hat?
Vergangene Saison haben wir zweimal verloren. Es wird ein Duell auf Augenhöhe, in dem es heiß zugehen wird.
ZUR PERSON
Der heute 27-jährige Marius Dausmann begann mit dem Fußballspielen in seinem Heimatort beim SV Münchweiler 85. Danach wurde er acht Jahre in der Jugend des FK Pirmasens ausgebildet. Mit Beginn des zweiten A-Juniorenjahres wechselte der damals 17-Jährige in die erste Mannschaft des SV Hermersberg. Dort blieb der Abwehrspieler zwei Jahre, bevor er für eine Saison zum damaligen Verbandsligisten SG Rieschweiler wechselte. Seit Sommer 2019 spielt der ledige Finanzbeamte, der beim Finanzamt in Pirmasens beschäftigt ist, wieder durchgängig beim SV Hermersberg.
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
- Landesliga: SG Meisenheim/Desloch/Lauschied - SV Hinterweidenthal (Freitag, 19 Uhr), SC Hauenstein - TSC Zweibrücken (Samstag, 16 Uhr), FC Schmittweiler-Callbach - SF Bundenthal (Samstag, 16.30 Uhr), SV Hermersberg - SG Rieschweiler (Sonntag, 15.30 Uhr)
- Bezirksliga: SG Eppenbrunn - SV Alsenborn (Sonntag, 14.30 Uhr), FC Rodalben - VfR Kaiserslautern (Sonntag, 14.45 Uhr), SG Rockenhausen - SV Battweiler (Sonntag, 15 Uhr)
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