Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Streetfood-Festival zieht nur wenige Besucher an

 Scharfe vegane Nudeln aus Thailand zwischen Ziege (links) und Zebra aus Uganda
Scharfe vegane Nudeln aus Thailand zwischen Ziege (links) und Zebra aus Uganda

Lukullische Genüsse der besonderen Art konnten Besucher am Wochenende auf dem zweiten Schummeltag Streetfood-Festival auf dem Messplatz erleben. 16 Foodtrucks boten sowohl Fleischspezialitäten als auch vegetarische und vegane Gerichte mit extravaganten Zutaten an. Während die Beschicker über zu wenig Besucher klagten, schmeckte es denen, die gekommen waren, hervorragend.

Cevapcici, Lángos, frittierte Kartoffelsnacks, Schaschlik oder lieber thailändische Spezialitäten? Die Qual der Wahl hatten von Freitag bis Sonntag diejenigen, die auf den Messplatz gekommen waren, um ihren leeren Magen zu füllen und dabei oftmals Neues entdeckten. Schon von Weitem wehen den Gästen des dreitägigen Festivals satte Gerüche entgegen, die die gut gefüllten Pfannen und Töpfe der Foodtrucks verströmen und dem ein oder anderen buchstäblich das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Der Eintritt zum Festival-Gelände ist in diesem Jahr frei, trotzdem hatten am Sonntag, dem letzten Tag des Festivals, nur wenige den Weg hierher gefunden.

„Genau mein Ding“

Mit Freunden ist beispielsweise Alessandro Krebs gekommen und freut sich über die Auswahl an Speisen, die ihm auf dem Messplatz angeboten wird. Strahlend und eifrig futternd sitzt er an einem der aufgestellten Tische. „Die Auswahl hier ist top und das Veggie-Special mit Salat, Gemüse und frittierten Kartoffeln, das ich mir gerade geholt habe, schmeckt wunderbar. Es ist echt lecker und superfrisch, das ist genau mein Ding hier“, freut sich der 22-Jährige. Er und seine Freunde sind vor allem von der großen vegetarischen und veganen Auswahl begeistert, im nächsten Jahr wollen sie „mit Sicherheit“ wiederkommen.

Der Foodtruck „Chong Tong“, der übersetzt „goldener Elefant“ heißt, bietet wiederum Spezialitäten aus Thailand – ebenfalls in vegetarischen, veganen oder fleischhaltigen Varianten. Drinnen steht Inhaberin Patinya Busch und bedauert, dass bislang zu wenig auf dem Festival los war. „Wir sind zum ersten Mal in Pirmasens und von den Leuten angetan. Sie sind sehr nett, aber gute Geschäfte haben wir leider nicht gemacht. Dafür war zu wenig los“, so Busch.

Zu wenig Werbung?

Ähnlich sieht es Ferenc Porkoláb aus Sachsenheim-Ochsenbach, der sowohl herzhafte als auch süße Striezel anbot und im Gespräch mit der RHEINPFALZ seine Enttäuschung kundtut. „Ich bin leider überhaupt nicht zufrieden, die Geschäfte laufen schlecht. Ich bin schon das vierte Mal in Pirmasens. Das letzte Mal lief supergut, dieses Mal lief es superschlecht, weil auch viel zu wenig Werbung vonseiten der Veranstalter gemacht wurde. Da steckt man eben nicht drin“, sagt Porkoláb.

Am Truck von Andy Dunker, dem Feuerkaffeeröster aus dem Elsass, riecht es besonders gut. Der Duft von frisch gerösteten Kaffeebohnen aus Afrika schlägt einem unmittelbar entgegen, wenn man sich mit ihm unterhält. Zufrieden ist er jedoch ebenfalls nicht. „Ich werde nicht mehr nach Pirmasens kommen, das lohnt sich für mich einfach nicht. Ich denke, mit meinen Kaffeespezialitäten und meinem Mandelgebäck fehlt mir hier einfach die richtige Zielgruppe“, so Dunker, der sonst in ganz Frankreich und Deutschland unterwegs ist.

Zebra? Superlecker!

Besucherin Andrea Folz hingegen ist hellauf begeistern. Sie hat es kulinarisch nach Ungarn und sogar auf einen anderen Kontinent verschlagen. Zum Mittagessen hatte sie Lángos, wie sie erzählt, eine Spezialität der ungarischen Küche, die vor allem als Zwischenmahlzeit serviert wird. In der einfachsten Form besteht der Lángos aus einem Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird. Beim Hauptgericht wiederum war Folz mutiger, sie traute sich an eine afrikanische Spezialität mit Zebrafleisch. „Das war wirklich superlecker mit den ganzen Gewürzen und dem exotischen Fleisch. Ich würde es jederzeit wieder essen“, schwärmt sie.

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Chantal Schug und Artur Derr lassen sich Donutbällchen schmecken
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