Pirmasens Star der Leinwand: Sebastian Bezzel

Placeholder-Image

Der Schauspieler, der in der Krimikomödie „Sauerkrautkoma“ zum fünften Mal als bayerischer Landpolizist Franz Eberhofer auftritt, hat seine Filmkarriere auch als Polizist begonnen. Geboren 1971 in Garmisch-Partenkirchen als Sohn eines Ornithologen und einer Lehrerin, absolvierte er eine Schauspielerausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Zunächst stand er erfolgreich auf bayerischen Theater- und Kabarettbühnen, bevor er erste Fernsehengagements bekam. Bekannt wurde er ab 2004 als „Tatort“-Ermittler Kai Perlmann, eine Rolle, die er bis Ende 2016 innehatte. Neben Fernsehserien und -spielfilmen ist er seit vielen Jahren auch im Kino, etwa in der Beziehungskomödie „Stellungswechsel“ und in den Josef-Vilsmaier-Filmen „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ und „Nanga Parbat“ in tragenden Rollen vertreten. Ruhm erwarb Bezzel aber vor allem als Franz Eberhofer in den im Jahr 2013 begonnenen Verfilmungen der Niederbayern-Krimis von Rita Falk, die inzwischen Kultstatus haben. Als lakonisch-phlegmatischer Dorf-Sheriff, der es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt, mit seinem kiffenden Vater bei der Oma lebt, gerne in der Kneipe abhängt, viele Pausen macht, um Leberkässemmel zu essen und der mit seinem tollpatschigen Ex-Kollegen Rudi (Simon Schwarz) seine Münchner Vorgesetzten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, spielt er inzwischen in seiner eigenen Liga. „Das Bayerische ist so schön trocken“, sagt der Schauspieler, der sich freut, in den Krimis Dialekt reden zu dürfen: „es ist gut für One-Liner: kurze, prägnante Sätze, die komplexe Zusammenhänge zerstören“. „Der hechelt keinem Zeitgeist hinterher und ist das ruhige Auge im Hurrikan des Wahnsinns um ihn herum“, sagt er über seine Eberhofer-Paraderolle. Bezzel, ein glühender FC-Bayern-Fan, lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Johanna Christine Gehlen, in Hamburg. Das Paar hat zwei Kinder.

x