Pirmasens Stadt beharrt auf Parkverbot

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Für Unmut auf dem Pirmasenser Wochenmarkt sorgt das generelle Parkverbot am Seitenstreifen vor dem Exerzierplatz, das die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr ausgesprochen hat.

Während dort lediglich Taxen halten dürfen, bekommen Privatpersonen vom Ordnungsamt ein Knöllchen – sehr zum Leidwesen von Michael Schäfer vom Weingut Schäfer aus Göcklingen an der Südlichen Weinstraße. Seinen Kunden fehle ein geeigneter Ort, um Weinkisten in ihr Auto zu laden, sagt er. Die Stadt hingegen weist alle Kritik von sich. Rund um den Exerzierplatz seien genügend Möglichkeiten zum kurzzeitigen Parken vorhanden. „Ich bin jeden Samstag auf dem Pirmasenser Wochenmarkt und eigentlich ganz zufrieden, nur mit dem Parkverbot am Seitenstreifen vor dem Exe bin ich überhaupt nicht einverstanden“, klagt Schäfer und berichtet von Umsatzeinbußen von bis zu 70 Prozent. Er versteht nicht, weshalb seine Kunden nicht zum Be- und Entladen ihres Wagens kurzzeitig parken dürften, „sie stehen ja keine halbe Stunde dort, sondern wollen nur ihre Weinkisten zu ihrem Auto bringen“, sagt Schäfer. „Meine Kunden bleiben deshalb seit dem letzten Jahr aus. So kann es nicht mehr weitergehen.“ Von Seiten der Stadt versteht man die Aufregung nicht, denn es seien „ausreichende Parkmöglichkeiten“ vorhanden, sagt Maximilian Zwick, Pressesprecher der Stadtverwaltung, auf Anfrage. „In unmittelbarer Nähe zum Wochenmarkt bestehen unter anderem in der Rathausgarage genügend Parkmöglichkeiten. Dort gibt es 660 Stellplätze. Für Kurzparker gibt es sogar gestaffelte Preise von einer Stunde für einen Euro bis hin zu drei Stunden für drei Euro. Alle Etagen der Tiefgarage sind über fünf Treppenhäuser an den Exerzierplatz angebunden und können über einen Aufzug erreicht werden“, so Zwick. Der Aufzug ermögliche es auch, schwere Waren – wie Weinkartons – bequem zu den Fahrzeugen zu bringen. Außerdem böten Händler in der Regel gezielt auch einen entsprechenden Service für Senioren an und stellten bei Bedarf ihren Kunden einen Sackkarren zur Verfügung, um den Transport zu erleichtern. Darüber hinaus sei es möglich, den gebührenpflichtigen Parkplatz hinter dem Rathaus zu nutzen, der ebenerdig an den Exerzierplatz angebunden sei. Der Seitenstreifen entlang der Schlossstraße sei ausschließlich Taxen vorbehalten und entsprechend beschildert. Fahrzeuge, die dort abgestellt würden, hielten verbotswidrig, so Zwick weiter. (tada)

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