Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Sportler aus Region Pirmasens in deutscher Jahresbestenliste

Deutsche Meisterin im Speerwurf: Christin Hussong, hier bei der Team-EM in Chorzów/Polen.
Deutsche Meisterin im Speerwurf: Christin Hussong, hier bei der Team-EM in Chorzów/Polen.

Trotz des Ärgers über die ganz knapp verpasste WM-Teilnahme – Christin Hussong aus Herschberg war auch 2023 die national stärkste Speerwerferin, wie die Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands ausweist. Dort finden sich noch etliche andere Athleten aus der Region Pirmasens, allerdings auf hinteren Rängen.

Christin Hussong ist weiterhin die beste deutsche Speerwerferin. Die 29-jährige Herschbergerin im Dress des LAZ Zweibrücken führt – wie in den vergangenen Jahren – die Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletikverbands (DLV) an. Mit einer Weite von 60,88 Meter, die sie am 26. Juli in Eisenstadt erzielte, verpasste Hussong die DLV-Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Budapest um nur zwölf Zentimeter.

Ärgerliche zwölf Zentimeter

„Natürlich wäre ich gern gefahren, zwölf Zentimeter sind sehr ärgerlich. Es ist jetzt halt so“, sagte die Herschbergerin nach der denkbar knapp verpassten WM-Qualifikation in einem SWR-Interview. 2023 sei für sie „ein schwieriges Jahr“ gewesen. Beim Speerwurf komme es auf Kleinigkeiten an. Passe da etwas nicht, „dann fliegt das Ding leider Gottes nicht so weit“.

Süddeutscher U23-Meister über 110 Meter Hürden, aber bei der DM verpasste er das Finale: Moritz Heene aus Rodalben, der in der D
Süddeutscher U23-Meister über 110 Meter Hürden, aber bei der DM verpasste er das Finale: Moritz Heene aus Rodalben, der in der DLV-Jahresbestenliste auf Position 21 bei den Männern steht.

Bei den Männern ist der Rodalber Moritz Heene über 110 Meter Hürden auf Platz 21 gelistet, bei der U23 auf Rang elf. Bei einem Wettkampf Ende Mai in Mannheim sprintete der angehende Sportlehrer in 14,56 Sekunden durchs Ziel. Bei der deutschen U23-Meisterschaft verpasste der 22-Jährige nach enttäuschenden 15,31 Sekunden im Vorlauf das Finale. „Ein Wettkampf zum Vergessen“, kommentierte dies der FCK-Athlet im RHEINPFALZ-Gespräch. Auch über 100 Meter findet man Heene in der DLV-Jahresbestenliste, allerdings hier erst auf Position 380 mit 11,20 Sekunden.

National unter die Top 20 im Halbmarathon lief der Lemberger Jens Becker. Beim Bienwald-Marathon im März in Kandel schaffte der 43-Jährige vom TV Lemberg die 21,1 Kilometer in 1:12,15 Stunden. Das bedeutet Platz 16 in der DLV-Jahresbestenliste für den zweimaligen Wasgaucup-Gesamtsieger und Pfälzerwaldmarathon-Gewinner. „Da bin ich überrascht“, kommentiert der Zahnarzt sein Abschneiden. Er kündigt an: „Nächstes Jahr werde ich weniger leistungsorientiert laufen, sonst ist es mit der Familie und der Praxis nicht mehr sozialverträglich“.

Der 43-jährige Lemberger Jens Becker (links) überrascht mit Platz 16 im nationalen Halbmarathon-Ranking, Tobias Dreyer vom TV Hi
Der 43-jährige Lemberger Jens Becker (links) überrascht mit Platz 16 im nationalen Halbmarathon-Ranking, Tobias Dreyer vom TV Hinterweidenthal schaffte es in die DLV-Jahresbestenliste über 5000 Meter.

Sein Vereinskollege Alexander Köhler ist national über 3000 Meter mit 8:42,61 Minuten auf Platz 85 und im Zehn-Kilometer-Straßenlauf mit 32:44 Minuten auf Platz 245 gelistet.

Ole Schöndorf, ebenfalls TV Lemberg, hat es geschafft, bei den M15-Schülern über die 800 Meter mit 2:13,05 Minuten auf Platz 128 zu kommen.

Könnel: Noch Optimum erreicht

Ein Seriensieger bei Rennen in Südwestdeutschland ist der aus Hermersberg stammende HNO-Arzt Tim Könnel. Der Top-Läufer des TuS Heltersberg lief über 5000 Meter mit 15:18 Minuten bundesweit auf Position 116. Noch erfolgreicher ist er im Zehn-Kilometer-Straßenlauf. Mit 31:02 Minuten, erzielt im Februar in Rodgau-Jügesheim, führt ihn der DLV hier auf Platz 71. „Alles in allem bin ich mit der Saison sehr zufrieden. Im Frühjahr hatte ich verletzungsbedingt eine längere Pause einlegen müssen und danach für mich noch das Optimum erreicht“, bilanziert Könnel. Insgesamt stand er 2023 zwölfmal als Sieger auf dem Podest.

Vom LAC Pirmasens ist Sophie Endler unter die Top 500 bei den U16-Mädchen über die 100 Meter gesprintet. Am 18. Juni in Aichach blieb die Uhr nach 13,09 Sekunden für das Landeskadermitglied aus Münchweiler stehen. Das bedeutet Platz 435 in der Bestenliste ihrer Altersklasse U16, Rang 777 in der U23 und Position 987 bei den Frauen.

Auf Platz 361 der U20 und Platz 612 bei den Frauen ist die Lembergerin Christina Emser über 400 Meter in 65,57 Sekunden gelistet. Die 4x100-Meter-Staffel des LAC mit Berger, Endler, Dausmann und Emser sauste am 15. Juli in Zweibrücken in 52,09 Sekunden über die Ziellinie und erreichte Platz 165.

WEITERE PLATZIERUNGEN

100 Meter: Männer: 67. Jonas Klein (Saalstadt/TSV Bayer Leverkusen) 10,66 Sekunden

4x100 Meter: U16 weiblich: 285. LAC Pirmasens mit Wagner, Bayer, Neuhard, Endler 56,02 Sekunden, 424. SG Bruchweiler mit Veick, Steiner, Heid, Kreusch 59,41 - U18 weiblich: 422. LAC Pirmasens mit Wagner, Bayer, Neuhard, Endler

200 Meter: Männer: 81. Jonas Klein (Saalstadt/TSV Bayer Leverkusen) 21,84 Sekunden - U16 weiblich: 796. Hanna Dausmann (LAC) 29,34

400 Meter: Frauen: 728. Jana Berger (LAC) 68,12 Sekunden - U18: 298. Hanna Dausmann (LAC) 68,72 Sekunden, 338. Daria Ufelmann (LAC) 72,11

800 Meter: Männer: 513. Nils Raab (TV Lemberg) 2:04,18 Minuten - M13: 684. David Bauer (TV Lemberg) 2:29,32 - M14: 892. Frederik Arnold (TV Lemberg) 2:33,25 - U20: 416. Nina Berger (LAC Pirmasens) 2:28,83

3000 m Hindernis: U23: 13. Lars Klein (Saalstadt/TSV Schott Mainz) 9:37,55 Minuten - Männer: 30. Klein

5000 Meter: Männer: 308. Tobias Dreyer (TV Hinterweidenthal) in 16:34,91 Minuten

Marathon: Männer: 378. Matthias Wagner (TV Hinterweidenthal) 2:52,38 Stunden.

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