Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Schulessen aus einem Integrationsbetrieb bevorzugt

Der Stadtrat hat die Essenzubereitung für mehrere Schulen neu ausgeschrieben.
Der Stadtrat hat die Essenzubereitung für mehrere Schulen neu ausgeschrieben.

Das Essen in Pirmasenser Schulen soll weiterhin von einem Betrieb stammen, der behinderte Menschen integriert. Die neue Ausschreibung wird dahingehend auf entsprechende Betriebe wie die Heinrich-Kimmle-Stiftung eingeschränkt, die bereits in den vergangenen Jahren die Schulen in der Stadt mit Essen beliefert hat.

Der Stadtrat genehmigte am Montag die Einschränkung der Ausschreibung wie von der Verwaltung gewünscht. Danach dürfen sich für die Ausschreibung nur Betriebe bewerben, die eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung sind oder Unternehmen, deren Hauptzweck die Integration von behinderten Menschen ist. Das gilt für die Zubereitung der Essen für die Matzenbergschule, Grundschule Husterhöhe, Robert-Schuman-Grundschule, Landgraf-Ludwig-Realschule und das Hugo-Ball-Gymnasium.

Oberbürgermeister Markus Zwick begründete den Wunsch nach einer Einschränkung der Ausschreibung mit der bisher guten Qualität des Schulessens durch die Küche der Kimmle-Stiftung liefert. „Davor gab es immer Probleme mit der Qualität des Essens“, so Zwick in der Stadtratssitzung. Mit Integrationsbetrieben wie der Kimmle-Stiftung habe die Stadt hingegen nur gute Erfahrungen gemacht und sie seien auch nicht teurer als andere Betriebe. Dies habe ein Vergleich der Schulessenlieferanten, die beispielsweise im Kreis oder Nachbarstädten liefern, ergeben, so der Oberbürgermeister.

Schüler und Eltern bisher mit dem Essen zufrieden

Neben der Zufriedenheit der Schüler und Eltern mit dem bisherigen Essen führte Zwick als weiteren Grund die Verantwortung der Stadtverwaltung als öffentlicher Auftraggeber an, die sich ihrer sozialen Verantwortung zu stellen habe, womit die Einschränkung des Wettbewerbs bei der Ausschreibung gerechtfertigt werden könne. Betriebe, die behinderte Menschen gezielt integrieren, tragen laut Zwick durch ihr geschütztes Arbeitsfeld zur Förderung und Hilfestellung für diese Personengruppen bei.

In der Vergangenheit hatte für das Schulessen die Heinrich-Kimmle-Stiftung zusammen mit dem Kaiserslauterer Betrieb Simotec Kochwerk gesorgt. Simotec ist so ein integrativer Betrieb, der nach eigener Aussage über 70 Mitarbeiter mit einem betont inklusiven Team beschäftigt. Bei Simotec werden täglich über 3500 Essen zubereitet. Eine Bewährungsprobe hatte das Unternehmen bei der Evakuierung westlicher Streitkräfte aus Afghanistan und mit der Verpflegung von Flüchtlingen auf der Airbase Ramstein.

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