Interview
Rückkehrer Patrick Freyer will mit Hermersberg erstmaligen Aufstieg in Fußball-Oberliga packen
Herr Freyer, in Queidersbach läuft es gut. Als Aufsteiger belegen Sie Platz vier. Warum gehen Sie weg?
Hermersbergs Trainer Jens Mayer, den ich sehr gut kenne, wollte mich unbedingt. Ich habe mich dort schon damals sehr wohl gefühlt. Es gab gute Gespräche, und ich hielt den Zeitpunkt für eine Rückkehr gut.
In Queidersbach waren Sie hauptverantwortlich, in Hermersberg sind Sie Co-Trainer. Ein Rückschritt?
Für mich ist das kein Rückschritt. Jens coacht von draußen, und ich kann mich mehr aufs Fußballspielen konzentrieren.
Sie kommen zu einem Verein, der in die Verbandsliga strebt. Welche Ambitionen haben Sie selbst?
Wenn die Runde in irgendeiner Form weitergeführt wird, gehe ich davon aus, dass der SVH nächste Saison in der Verbandsliga spielt. Das Team verfügt über sehr viele junge, gute Spieler, die absolut willig sind. Mein Ziel ist es, dann mit dem SV Hermersberg den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Da war der Verein noch nie. Das wäre der größtmögliche Erfolg.
Sie wurden als Co-Trainer verpflichtet. Außerdem werden Sie für das Fitnesstraining der A- und B-Jugend des SVH zuständig sein. Beim FK Pirmasens arbeiten Sie als Athletiktrainer der U17. Dazu betreiben Sie Kampfsport und sind leidenschaftlicher DJ. Nicht zuletzt sind Sie werktätiger Familienvater. Fehlt noch etwas, und wie ist das zeitlich zu schaffen?
Ich habe seit einiger Zeit auch noch ein Kleingewerbe als Tätowierer angemeldet. Dafür habe ich zu Hause einen Raum eingerichtet. Geübt habe ich an mir selbst, meiner Frau und Freunden. Dazu habe ich Seminare besucht. Im Moment bekomme ich alles unter einen Hut. Die Familie ist eh am Sportplatz dabei. Jegliche freie Zeit verbringe ich mit Frau und Kindern.