Pirmasens Pirmasens toppt Hollywood

Von links: Carsten Henn vom Förderverein Hospiz „Haus Magdalena“ nimmt die Spende von Walhalla-Kinobetreiber Theodor Sieber entg
Von links: Carsten Henn vom Förderverein Hospiz »Haus Magdalena« nimmt die Spende von Walhalla-Kinobetreiber Theodor Sieber entgegen, die durch »Casino Spital« eingespielt wurden. Produzent und Hauptdarsteller Thorsten Groh, Regisseur Michael Scherpf, Pflegedirektor Erwin Merz und Martin Veit von Veit Film sind der kreative Kern der Bond-Parodie.

Sechs Wochen Heimat-Action und zum Abschluss noch ein volles Haus: 10.500 Euro übergab Walhalla-Betreiber Theodor Sieber an die Macher von „Casino Spital“ – das bunt gemischte Publikum applaudierte kräftig und raunte nicht schlecht.

Carsten Henn vom Förderverein Hospiz „Haus Magdalena“ nahm die Spende entgegen, die direkt in den Neubau des Hospizes fließen soll. Doch das war noch nicht alles. Dazu summieren sich noch die Spendengelder der Filmpremiere von 1200 Euro, die gesondert gesammelt wurden, sowie die Spende aus dem Publikum vom Samstagabend. „Das ist eine kleine Sensation für einen Amateurfilm“, sagte Kinobetreiber Sieber, der den 130 Cineasten, die an dem Projekt beteiligt waren, das Kino umsonst zur Verfügung stellte: Der Pirmasenser Bond-Film mit dem Titel „Jimmy Blond 707 – Casino Spital“ spielte so weit mehr als 12.000 Euro ein, obwohl er nur 2500 Euro gekostet hat. Übrigens würden nur noch etwa 300 Besucher fehlen, um „Casino Spital“ zur absoluten Nummer Eins in Pirmasens zu machen, verkündete Kinobesitzer Sieber am Samstag. „Jimmy Blond“ würde dann sogar den Blockbuster „Adventures: Endgame“ toppen. Deswegen überlegt Sieber, den Film weiter im Programm zu halten, damit diese große Sensation passieren kann: Pirmasens schlägt Hollywood. Eine schöne Sache, findet Sieber, denn die Besucher kauften ja nicht nur die Kinokarte, sondern auch Popcorn und Getränke, womit auch das Kino von dem Projekt ein bisschen profitiere. Die Fortsetzung von Jimmy Blonds Abenteuern ist dramaturgisch schon in Arbeit. In etwa zwei Jahren soll „Snowblind“ im Walhalla laufen. Enthusiasmus und Kreativität sind keineswegs versiegt. Die Macher wollten am Samstagabend aber noch keine Details verraten.

Das Plakat zum Film.
Das Plakat zum Film.
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