Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel „Offenes Singen“ gegen pauschale Diffamierung von Migranten und für die Werte im Grundgesetz

Auf dem Unteren Schloßplatz formierte sich teils ein 100-Personen-Chor. Vorne rechts: Bezirkskantor Maurice Croissant.
Auf dem Unteren Schloßplatz formierte sich teils ein 100-Personen-Chor. Vorne rechts: Bezirkskantor Maurice Croissant.

Mehr als 100 Menschen waren am Samstag der Einladung zum „Offenen Singen“ gefolgt. Die Teilnehmer der kirchlichen Aktion setzten sich für Menschenwürde und Demokratie ein.

„Wir wollen nicht gegen etwas sein, sondern für etwas – und vor allem ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis haben“, erläuterte Bezirkskantor Maurice Croissant am Samstag den Sinn hinter dem „Offenen Singen“ auf dem Unteren Schloßplatz. Die protestantische und katholische Kirche hatten gemeinsam zu dieser Aktion innerhalb der ökumenischen Kampagne „Aufstehen für Menschenwürde und Demokratie“ eingeladen. Es formierte sich ein teils mehr als 100 Menschen großer, spontaner Chor, der von John Lennons „Imagine“ bis zu dem als Kanon gesungenen „Dona Nobis Pacem“ den Platz zu einer großen Bühne machte.

„Als Kirche erinnern wir an die Werte, denen sich unsere Gesellschaft im Grundgesetz verpflichtet hat“, sagte Pfarrerin Kerstin Strauch. „Wir wehren uns gegen eine pauschale Diffamierung aller in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten. Wir brauchen eine Debatte über die Migrationspolitik, aber besonders auch über die Integrationspolitik. Denn dabei geht es um Menschen. Lasst uns das nie vergessen“, mahnte sie. Als Kirche trete man ein für ein gesellschaftliches Klima der Anständigkeit, der Würde jedes Menschen und der Gewaltlosigkeit.

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