TISCHTENNIS
Oberligastart des TTC Pirmasens: Bei Doppel-Verbot stellt sich Sinnfrage
„Sie ist sehr wichtig für uns, denn sie ist ambitioniert. Wir hoffen, dass sie sehr viele Punkte für uns gewinnen kann.“ Dies sagt die Mannschaftsführerin des TTC Pirmasens, Monika Kiefer, über Luisa Baumann. Die Waldfischbacherin kam von der TSG Kaiserslautern. „Wir werden mit Luisa im hinteren Paarkreuz eine Konstante haben“, sagt Kiefer. Aber auch die ungemein routinierte Bettina Schmidt könne auf den hinteren Positionen immer zu Zählbarem beitragen.
Fast halbes Jahr pausiert
Erst vor zwei Wochen hat die in Dahn wohnende Kiefer wieder den Weg an die Platte gefunden. „Die ersten paar Wochen während der Corona-Zwangspause habe ich es schon vermisst. Irgendwann hat mich aber der alltägliche Stress überholt“, erzählt die frühere Zweitligaspielerin, die einige Zeit im Homeoffice arbeitete. In ihrer ersten Trainingseinheit nach fast einem halben Jahr Pause habe sie mit einem leichten Systemtraining angefangen, bei dem zumeist ein Spielaufbau geübt wird. Kiefer: „Da hatte ich am Tag danach schon einen Muskelkater.“
Podgorski spielt nicht mehr
Ihr Team wird künftig in Bestbesetzung mit Topspielerin Anika Links, Kiefer, Baumann und Schmidt auflaufen. Angelika Links spielt nur noch in Notfällen. Ihre Schwester, die langjährige Erstmannschaftsspielerin Sabine Podgorski, spielt aus privaten Gründen nicht mehr. Auch Lisa Girolimetto steht nach ihrem einjährigen Stelldichein bei den Schuhstädtern nicht mehr zur Verfügung.
Ex-Bundesligaspielerin
Im ersten Saison-Heimspiel am Sonntag (11 Uhr) in der Husterhöhschule erwartet der TTC den SV Windhagen, der Aufsteiger und gleichzeitig auch Titelfavorit ist. Die Nummer eins des SVW, Yu Chun Hammes-Zimmermann, spielte früher in der Bundesliga und gewann in den vergangenen Jahren selbst in der Herren-Verbandsliga ihre Matches. Sie dürfte die deutlich stärkste Akteurin der gesamten Oberliga sein. Mit Julia Schuh und Alexandra Engels kamen zudem noch zwei Spieler, die früher für Altenkirchen in der Oberliga starke Ergebnisse einfuhren. „Wir gehen ganz locker ins Spiel und schauen dann, was geht“, sagt Kiefer, die ihr Team als deutlichen Außenseiter ansieht. Neben Windhagen sei auch die TSG Zellertal einer der Titelfavoriten, dahinter sieht sie ein breitgefächertes Mittelfeld.
Maximal 27 Menschen
Bei der Saisoneröffnung werden insgesamt maximal 27 Menschen (Spieler, Oberschiedsrichter und Zuschauer) in der kleinen Sporthalle der Husterhöhschule sein dürfen. Kiefer: „Da sollten wir bei den meisten Spielen in der Oberliga keine Probleme bekommen.“ Sie verweist auch darauf, dass ein Mund-Nase-Schutz zu tragen ist.
Wie die breite Masse der Tischtennisspieler sieht es auch Kiefer kritisch, dass kein Doppel gespielt wird. „Wir fahren mit dem Auto gemeinsam zu den Auswärtsspielen, aber dürfen kein Doppel spielen“, stellt die Angriffsspielerin die Frage nach dem Sinn des neuen Spielsystems. Bis auf weiteres werden zwar alle möglichen Einzel, aber eben keine Doppelspiele mehr ausgetragen.