Pirmasens Marschroute lautet: Spitzenreiter in den Zweikämpfen ärgern
PIRMASENS. Die vierte Pleite in Folge droht. Denn Fußball-Regionalligist FK Pirmasens erwartet heute zum Heimspiel den aktuellen Ligaprimus SV Elversberg. Gegen die Saarländer kehrt Daniel Kläs ins Tor zurück. Fehlen wird heute (Anstoß 14 Uhr, Stadion Husterhöhe) allerdings Trainer Peter Tretter.
Das Team der Sportvereinigung hat bislang erst eine Partie verloren und stellt bei sieben Gegentreffer die beste Defensive der Liga. Was allerdings Mut macht: Im April noch erkämpfte sich die Mannschaft von Coach Peter Tretter, der heute privat verhindert ist, ein 0:0. Für Tretter steht heute Co-Trainer Jens Schaufler alleinverantwortlich an der Linie. Dass Schaufler die Elf coacht, war im August vergangenen Jahres schon einmal der Fall. Damals verlor der FKP im heimischen Stadion 1:2 gegen die Kickers aus Offenbach. „Abergläubisch bin ich jedoch nicht“, sagt Schaufler, der schon weiß, dass heute vieles passen muss, um ein Pünktchen zu ergattern. „Wir müssen alles auf den Platz bringen und brauchen auch noch das nötige Glück“, erklärt Tretters rechte Hand. Vielleicht ist ja auch Daniel Kläs der Glücksbringer. Der 25-jährige Keeper, der vor seinem Engagement beim FKP fünf Jahre in Elversberg unter Vertrag stand, kehrt nach seiner Sprunggelenkverletzung wieder in den Kasten der Pirmasenser zurück. „Daniel steht seit Montag im Mannschaftstraining“, sagt Schaufler, der froh ist, dass sich die Torhüter-Situation wieder entspannt hat. Mirko Bitzer sitzt heute auf der Bank, Oliver Seitz reist morgen mit der U23 zum Oberligaspiel nach Gonsenheim. Eine Stammplatzgarantie spricht Schaufler auch seinem Abwehrverband aus, der durch Yannick Osee verstärkt werden könnte. Der 19-jährige Innenverteidiger hat in dieser Woche durchweg mit dem Regionalligateam trainiert. „Er ist kopfball- und zweikampfstark“, lobt Schaufler den Deutsch-Afrikaner. „Natürlich werden wir uns defensiv ausrichten“, sagt der Co-Trainer, der sich beim Videostudium von Elversberger Spielen auf die Partie vorbereitet hat. „Über die Qualität der Elversberger braucht man eigentlich nicht zusprechen“, so Schaufler, der sich zusammen mit Tretter allerdings das eine oder andere ausgedacht hat, um dem Gegner Stiche zu versetzen. „Wir wollen sie in den Zweikämpfen ärgern“, erklärt der ehemalige Pirmasenser Regionalligaspieler. Laut Schaufler kann es „in der Offensive zu personellen Änderungen kommen“. Denn da ist die Auswahl mit Christian Grimm, Dominik Rohracker, Felix Bürger, Benjamin Auer, Patrick Freyer, Charles Rugg und Jonas Singer groß. Und egal wer spielt, es ist Aufgabe aller, die durch die hoch stehenden Außenverteidiger der Gästeelf entstehenden Räume zu nutzen. Schaufler: „Wir brauchen in der Hälfte des Gegners das nötige Selbstvertrauen, um auch in die gefährlichen Räume zu kommen.“ In der eigenen Hälfte sollen der SVE möglichst keine Standardsituationen eröffnet werden. Denn mit Maximilian Oesterhelweg (schon acht Treffer) haben die Saarländer einen exzellenten Freistoßspezialisten in ihren Reihen. Oesterhelweg gelang vor einer Woche per direktem Freistoß auch der Ausgleich, der den Weg zum 2:1-Sieg des Teams von Trainer Michael Wiesinger im Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken ebnete. Zuletzt bei der SVE meist in der Anfangsformation zu finden: der Ex-Hauensteiner Außenstürmer Sven Sellentin. |pea/cha