Pirmasenser Musikgeschichten RHEINPFALZ Plus Artikel Mark Schlick ist für Stefan Kuntz und den KSC als Stimmenimitator aufgetreten

„Sehr stolz“ ist Mark Schlick, dass er mit seinem Vater Gerd auch auf der Bühne dem gemeinsamen Hobby Musik nachgehen kann.
»Sehr stolz« ist Mark Schlick, dass er mit seinem Vater Gerd auch auf der Bühne dem gemeinsamen Hobby Musik nachgehen kann.

Der Pirmasenser Wirtschaftsförderer Mark Schlick widmet sich in seiner Freizeit seit vielen Jahren der Musik. Im Duo „Crime & Passion“ spielte Schlick einst mit dem verstorbenen DJ Elesky, im Akustik-Duo „Father & Son“ ist er mit seinem Vater Gerd zu hören und die Classic-Rock-Formation „Downwind“ sind die wichtigsten Stationen seiner musikalischer Laufbahn, über die er mit Peter Schneider gesprochen hat.

Starten wir mit „Crime & Passion“. Wie kam es zu dem Duo mit DJ Elesky?
Es begann alles im Jahr 1999, als ich Donald Elesky im Pirmasenser Irish Pub kennenlernte. Er suchte einen Musiker für eine Open-Stage-Reihe – und da war ich. Es war ein heißer Mittwoch im Sommer 1999 als wir zum ersten Mal gemeinsam die Bühne im Pub bestiegen. Schnell fanden wir zueinander und trafen uns regelmäßig mittwochs zur Live-Probe im Pub. Es war kurios: Auf der einen Seite DJ, der bunte Hund, den jeder kannte und der Gitarre spielte wie vom anderen Stern. Auf der anderen Seite ich, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Kaiserslautern, den in der Musikszene niemand kannte und der bis dato nur in Pirmasens mit Tennis in Verbindung gebracht wurde. Es ging also vom Typ Mensch kaum ungleicher. Aber genau das war der Mix, den die Leute mochten und das Resultat sieht man noch heute: Nach wie vor besteht die Open Stage mittwochs im Pub. Darauf bin ich immer noch stolz, dass ich den Grundstock dafür mit legen durfte.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren Anfang Mai 2019 verstorbenen musikalischen Partner DJ Elesky?
In 15 Jahren „Crime & Passion“ gab es unendlich viele interessante Erlebnisse, die ich mit DJ hatte. Auch wenn wir auf der Bühne immer eine energiegeladene Einheit waren, die allen Besuchern viel Spaß bereitete, gab es dann auch Momente, in denen wir unsere Tiefs und Probleme hatten. Da zeigte sich dann die Unterschiedlichkeit der Personen. DJ war ein liebenswerter Mensch, ein toller Musiker, der aber auch sehr polarisierte. Aber irgendwie konnte man ihm nicht wirklich böse sein. Der Spaß und die Leidenschaft zur Musik machten vieles möglich, so dass wir letztendlich an zahlreichen großen Orten spielen durften – zum Beispiel in der Commerzbank-Arena Frankfurt, auf der Donauinsel in Wien, im Olympiapark München, im Borussen-Park Mönchengladbach oder auf der CeBit in Hannover, um nur einige Locations zu nennen. Wir spielten auch im Vorprogramm von „Wingenfelder“, „Fury In The Slaughterhouse“, „Fools Garden“, „Eric Singer Project“ im Betzenberg-Stadion oder vor NDW-Stars wie Markus oder Joachim Witt. Durch solche Auftritte konnten wir unsere Fan-Basis immer weiter ausbauen, so dass letztendlich „C & P“-Fanclubs mit eigenen Webseiten quer durch Deutschland entstanden.

Sie haben 2002 bei dem „Vanden Plas“-Album „Beyond Daylight“ als Background-Sänger mitgewirkt. Wie kam es eigentlich dazu?
Ich kenne Andy Kuntz, den Sänger von „Vanden Plas“, schon lange. Ich lernte ihn und seinen Cousin Stefan Kuntz, den ehemaligen Fußballer des 1. FC Kaiserslautern, während meines Studiums in Kaiserslautern nach einer Stimmenimitation für Radio Rockland kennen. Danach musste ich für Stefan, als er noch Trainer des Karlsruher SC war, Stimmenimitationen bei einer Mannschaftsfeier zum Besten geben, und Andy fragte mich dann etwas später für Chorgesänge beim Album „Beyond Daylight“ an. Das war natürlich ein Riesen-Ding und ich war mächtig stolz.

Wen imitieren Sie denn am liebsten?

Da die Stimmenimitationen eigentlich schon vor der Musik da waren, kam es nicht selten vor, dass ich zum Beispiel an großen Stadtfesten wie in Trier am frühen Abend mit meinen Stimmenimitationen auf der Rockland-Bühne war und abends dann auf dem gleichen Fest auf einer anderen Bühne musizierte. Das war einerseits zwar extrem anstrengend, aber andererseits ein grandioses Erlebnis. Für Radio Antenne war ich bei diversen Werbespots aktiv. Da kam es dann schon mal vor, dass ich als Arnold Schwarzenegger einen Security-Spot einsprechen musste. Einen speziellen Lieblingscharakter gab es eigentlich nicht. Die Herren Schwarzenegger, Beckenbauer, Becker, Schröder, Maffay sind sehr dankbare Charaktere, die mir auch ganz gut liegen.

Sie sind noch bei „Father & Son“ und „Downwind“ musikalisch aktiv. Wie sehen hier die Planungen aus?
Ich bin sehr stolz, dass ich zusammen mit meinem Vater Gerd schon seit dem Jahr 2000 bei „Downwind“ musizieren kann und seit gut zwei Jahren nun auch mit dem Duo „Father & Son“ unterwegs bin. Es ist schon etwas Besonderes, diese Leidenschaft für die Musik mit dem Vater teilen zu können. Wir haben also dieses Jahr 20-jähriges Bühnenjubiläum mit „Downwind“. Hier haben wir seit fünf Jahren eine „Johnny Cash Tribute Night“ am Start, wo wir das Leben von Cash musikalisch und im Storyteller-Stil Revue passieren lassen. Aber die Corona-Krise verhagelt uns aktuell alle geplanten und fest gebuchten Veranstaltungen in beiden Formationen. Mal schauen, was dieses Jahr noch geht. Wir werden in Kürze den Probebetrieb wieder aufnehmen und vielleicht auch das ein oder andere Liedchen online stellen. Wir sind guter Dinge, dass wir vielleicht im vierten Quartal des Jahres nochmal live auftreten können, wollen aber auch nichts überstürzen.

Infos

  • Mit „Crime & Passion“ wurden die Alben „Days Like These“ und „Time To Change“ eingespielt. Songs daraus findet man auf einigen Streaming-Portalen.
  • Mehr über Mark Schlick steht im Internet unter www.downwind-band.de.

Mit DJ Elesky war Mark Schlick (links) als „Crime & Passion“ viele Jahre in ganz Deutschland unterwegs.
Mit DJ Elesky war Mark Schlick (links) als »Crime & Passion« viele Jahre in ganz Deutschland unterwegs.
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