Pirmasens Linke wählt Kandidaten

Die Linke hat ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl 2016 nominiert. Im Wahlkreis Pirmasens/Rodalben/Annweiler tritt Frank Eschrich an. Für den Wahlkreis Pirmasens Land wählten die Linken Brigitte Freihold.
Recht gut besucht war die Wahlkreisversammlung der Linken, die am Donnerstagabend in Kuchems Brauhaus stattfand. Genauer gesagt handelte es sich um zwei Versammlungen, einmal um den Wahlkreis 48 (Pirmasens/Rodalben/Annweiler), zum Anderen um den Wahlkreis 47 (Pirmasens Land). Kaum überraschend wurde Frank Eschrich, Vorsitzender der Linken im Kreisverband Pirmasens und Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Pirmasenser Stadtrat, bei einer Stimmenthaltung, zum Wahlkreisbewerber für den Wahlkreis Pirmasens gewählt. Die Südwestpfalz brauche dringend ein soziales Korrektiv, erläuterte Eschrich das Bemühen seiner Partei, nach den Landtagswahlen im nächsten Jahr die Geschicke mitgestalten zu wollen. „Pirmasens ist die am höchsten verschuldete Stadt in der Bundesrepublik und von den zehn am höchsten verschuldeten Städten findet man fünf in Rheinland-Pfalz.“ 25 Prozent aller Beschäftigten in Pirmasens arbeiteten im Mini-Job- Segment, dabei wären genügend Arbeitsplätze vorhanden, so Eschrich. Gerade im kulturellen und sozialen Bereich liege vieles brach. Der kommunale Entschuldungsfond sei reine Augenwischerei, da trotz dieses Fonds die Verschuldung stetig weiter steigen würde. Dies sei lediglich ein Rettungsschirm für Banken und nicht für die Menschen, konstatierte Eschrich. „Statt Lohnersatzleistungen wollen wir tariflich abgesicherte Arbeitsplätze schaffen.“ Im Wahlkreis 47 mit den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein und der ehemaligen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen wurde Brigitte Freihold zur Kandidatin gewählt. Die 60-Jährige, die dem Pirmasenser Stadtverband vorsteht, im Stadtrat sitzt und stellvertretende Landesvorsitzende ist, engagiert sich besonders für die Entschärfung der sozialen Brennpunkte in den Städten. Hier steht vor allem die Kinderarmut im Fokus, die sich seit Jahren in manchen Regionen um die 30 Prozent -Marke bewege. (rezi/Fotos: privat/Archiv Buchholz)