Fußball
Kreispokalfinale: Fußballfest unterm Heibertstein
Der SC Busenberg schwimmt auf einer Erfolgswelle. Der Sportclub der Drachenfelsgemeinde holte in der vergangenen Runde die Meisterschaft in der Fußball-B-Klasse Ost und zudem mit einem 1:0-Finalerfolg gegen das A-Klasse-Team des FK Petersberg den Kreispokal. In dieser Saison spielte Busenberg als Aufsteiger lange um den Titel in der A-Klasse mit, erreichte dann Platz zwei und somit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga. Und: Erneut steht der SCB im Endspiel um den Kreispokal.
Auch beim FC Rodalben läuft’s wieder. Der einstige DFB-Pokal-Teilnehmer holte sich 2021 den Kreispokal und absolvierte gerade eine grandiose Saison in der B-Klasse Ost. Als Nachfolger des SC Busenberg sicherte sich der FCR mit nur einer einzigen Niederlage den Meistertitel und den Direktaufstieg in die A-Klasse. Im Kreispokalfinale am Sonntag unterm Hinterweidenthaler Heibertstein steht der FCR – wie im vorigen Jahr die Busenberger – einer ambitionierten A-Klasse-Mannschaft gegenüber. Holen sich die Rodalber den Pott, haben sie das Gleiche geschafft wie ein Jahr zuvor die Busenberger.
Fokus liegt zunächst auf den Sonntag
Es gibt also einige Gemeinsamkeiten von Busenberg und Rodalben. Eine weitere ist die Vorfreude in beiden Vereinen aufs Match. Festtagsstimmung bei herrlichem Wetter und eine wohl große Zuschauerkulisse lassen die Herzen der Kicker und der Finanzchefs der Vereine höher schlagen. Dabei muss der SCB erst mal den Frust über die entgangene A-Klasse-Meisterschaft verdauen. Am vorletzten Spieltag hätte Busenberg mit einem Heimsieg gegen Palatia Contwig alles klarmachen können, doch es setzte eine 0:1-Niederlage. Die geplante Party fiel aus. „Unsere junge Mannschaft hat Nerven gezeigt, aber wir haben ja immer noch die Chance, in die Bezirksliga aufzusteigen“, befindet Busenbergs Sportvorstand Jens Rothschmitt.
Doch der Fokus sei zunächst ganz auf den Sonntag gerichtet. Erst am Sonntag, 11. Juni, wird Busenberg sein erstes Aufstiegsspiel gegen den TuS Schönenberg bestreiten (Anstoß: 16 Uhr in Bann). Zweiter Gegner ist dann am Mittwoch, 14. Juni, 18.45 Uhr in Maßweiler der SV Katzweiler, der am Mittwoch im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der A-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg gegen die FCK-Portugiesen vor 900 Zuschauern mit 4:6 den Kürzeren gezogen hat.
Rothschmitt wertet das Pokalfinale als „willkommenes Zubrot für die Spieler und für den Verein“. Busenberg, der „Cupverteidiger“, hat nun seit fast zwei Jahren kein Pokalspiel mehr verloren. Rothschmitt rechnet damit, dass die beiden Trainer ihre Bestbesetzung auf den Rasen schicken können. Apropos Trainer: Auch in der kommenden Saison heißen die beiden Übungsleiter in Busenberg Swen Wenzel und Felix Burkhard.
Kritik an der Ansetzung an einem Sonntag
Von einer „hervorragenden Stimmung“ im ganzen Verein berichtet indes der Vorsitzende des FC Rodalben, Timm Brödel. Eine märchenhafte Saison liegt hinter dem Verbandspokalsieger von 1974. „Trotzdem sind wir in diesem Spiel eher der Außenseiter“, merkt Brödel an. Er hege Respekt vor dem Fußballdorf Busenberg, das mit Felix Burkhard einen „überragenden Mann“ in seinen Reihen habe. Den Top-Torjäger der A-Klasse (39 Saisontreffer) könne man gar nicht vollkommen aus dem Spiel nehmen. Dennoch werde es „keine Sonderbewachung“ für den Spielertrainer des SCB mit Oberligaerfahrung geben.
Brödel setzt auf den breiten Kader des FCR mit „17, 18 fast gleichwertigen Spielern“. Die Qualität auf der Bank sei eine nicht zu unterschätzende Stärke des FCR. Kritik übt Brödel an der Ansetzung des Finals an einem Sonntag. Er findet dies sogar „richtig dumm“, denn an einem Samstag, möglicherweise ohne konkurrierende Spiele im Kreis, wäre mit mehr Zuschauern zu rechnen gewesen. Auch in der kommenden Saison setzt der FCR auf das Trainertrio Daniel Wafzig, Christoph Weller und Julian Kölsch.
Zur Sache
Alle Kreispokalsieger seit 1996
1996 FC Höhfröschen
1997 FK Pirmasens
1998 SV Hochstellerhof
1999 FK Pirmasens
2000 FK Pirmasens
2001 FC Kleinsteinhausen
2002 SG Harsbarg/Schauerberg
2003 TuS Erfweiler
2004 SV Ixheim
2005 FC Rodalben
2006 SV Obersimten
2007 SV Vinningen
2008 TSC Zweibrücken
2009 FK Petersberg
2010 TuS Wattweiler
2011 FC Rodalben
2012 SpVgg Battweiler/Reifenbg.
2013 TV/SC Hauenstein
2014 TSC Zweibrücken
2015 SC Weselberg
2016 FC Dahn
2017 SC Weselberg
2018 SV Palatia Contwig
2019 SV Battweiler
2020 ausgefallen
2021 FC Rodalben
2022 SC Busenberg.