Pirmasens
Kaufhallengelände: Abriss sorgt für Probleme
Die Neubebauung des Kaufhallenareals hakt immer noch an Problemen beim Abriss der Restgebäude. Wie mehrfach berichtet, hatte Architekt Christoph Arnold beim Start der Arbeiten statische Probleme bei einer Wand zum Nachbarn entdeckt. Die Kaufhalle selbst ist zwar schon lange von der Stadt abgerissen worden. Arnold braucht aber noch einen Teil des Nachbargrundstücks, auf dem früher das Modehaus Hartmann zu finden war. Dort sollen später 17 Parkplätze für Kunden und Mieter hinkommen. Das verschachtelte Gebäude widersetzt sich jedoch hartnäckig seinem Abriss. Zuerst wollte Arnold die Probleme mit der Nachbarwand durch Stahlstützen lösen. Die waren jedoch durch den Ukrainekrieg zum Mangelprodukt geworden, weshalb die Baustelle ruhte. Auf dem vorderen Gelände kann Arnold auch nicht beginnen, da der Bauschutt des Abrisses zum Auffüllen des abfallenden Geländes benötigt wird.
Jetzt sind zwar die Stahlstützen da und der Abriss ging ein Stück weiter, jedoch nur bis zum nächsten Problem. „Nach erneuter Begutachtung durch den Statiker musste eine weitere zuvor nicht geplante statische Maßnahme zur temporären Queraussteifung veranlasst werden“, schildert Arnold das neue Problem. Etwa in der Mitte des Gebäudes weiche das statische System von dem ab, was bekannt war. „Das Bauwerk ist ein Puzzle aus allem, was man sich an möglichen Bauweisen vorstellen kann“, sagt Arnold. Dem Architekten ist anzuhören, dass er nicht begeistert von dem komplizierten Abriss ist. Eine weitere Verzögerung von vier Wochen sei die Folge. Auf dem vorderen Gelände wollte Arnold mit Gründungsarbeiten, unter anderem für den Aufzug, beginnen. Hier kam ihm das Wetter in die Quere. Wenn es halbwegs trocken ist, soll der Untergrund für die Bodenplatte fertig werden. Dauerregen sei da extrem ungünstig.
Noch kein Ersatz für Biomarkt
Für den mittlerweile wegen eines Umsatzeinbruchs am Pirmasenser Standort als Hauptmieter abgesprungenen Biomarkt konnte laut Arnold noch kein Ersatz gefunden werden. Es habe mehrere Interessenten gegeben, von denen zwei in die engere Auswahl kamen, schilderte er den Sachstand. Die Interessenten prüften derzeit eine Anmietung der rund 300 Quadratmeter großen Fläche.
Das unter dem Namen „Schuhstadt-Center“ gestartete Projekt sieht neben den 386 Quadratmetern, die jetzt noch zu mieten sind, eine größere Fläche für eine Wasgau-Bäckerei mit Café vor sowie in den Obergeschossen eine Art Seniorenwohnen. Außerdem gibt es noch einen 60 Quadratmeter großen Conceptladen, den Arnolds Geschäftspartner Patrick Buch betreiben will, und einen 100 Quadratmeter großen Pavillon, der ebenfalls noch frei ist. Im rückwärtigen Bereich finden sich zudem 145 Quadratmeter, die ebenfalls zu vermieten sind.