Leute aus der Nähe RHEINPFALZ Plus Artikel Kanadier Stefan Scoular-Stajic fühlt sich beim FK Pirmasens II und in der Stadt heimisch

Seine erste Station in Deutschland war Hauenstein: Stefan Scoular-Stajic.
Seine erste Station in Deutschland war Hauenstein: Stefan Scoular-Stajic.

Ein Kanadier spielt seit dieser Saison beim FK Pirmasens, und ab Januar wird er beim FKP noch Gesellschaft von einem Landsmann bekommen.

Stefan Scoular-Stajic (20) wechselte vor der Saison vom Landesligisten SC Hauenstein zum Verbandsligisten FK Pirmasens II. In den bisherigen 14 Saisonspielen, in denen er achtmal in der Startelf stand und sechsmal eingewechselt wurde, gelangen dem aus der kanadischen Metropole Toronto stammenden Flügelspieler sieben Torvorlagen. In die Torschützenliste konnte sich der Standardspezialist bisher noch nicht eintragen. „Ich hoffe, dass mir noch vor der Winterpause das erste Tor gelingt. Ich muss schleunigst damit anfangen, um dem Team zu helfen“, erklärt Scoular-Stajic.

Durch Vermittlung der weltweit agierenden Schächter Sports GmbH (Inhaber: Ex-Juniorennationalspieler Sebastian Schächter aus Hauenstein) kam der Fußballer Anfang des Jahres 2022 von den Toronto Skillz zunächst zum Sportclub Hauenstein. Dort spielte der Kanadier sechs Monate in der A-Junioren-Verbandsliga und anschließend eine Saison im Herren-Landesligateam. „Mein Ziel ist es, so hoch wie möglich zu spielen und immer das nächste Level zu erreichen. Mein Trainer in Hauenstein, Niklas Kupper, hat deshalb den Kontakt zu Christopher Ludy, dem Trainer der FKP-Verbandsligamannschaft, hergestellt“, berichtet Scoular-Stajic. Im März 2023 war er dreimal zum Probetraining auf der Husterhöhe. Im Sommer wurde der Wechsel nach Pirmasens vollzogen.

Internationale WG

Seitdem wohnt der Kanadier auch in der Schuhstadt. In Scoular-Stajics Wohngemeinschaft geht es ausgesprochen international zu. Mitbewohner sind ein Marokkaner, ein Bosnier und ein junger Mann aus Malaysia. „Sie arbeiten oder studieren hier in Pirmasens. Fußballer sind da keine dabei“, berichtet Scoular-Stajic, der bis zu ihrer Schließung in der Sportsbar in Pirmasens arbeitete und aktuell einen Online-Handel mit Sportschuhen betreibt.

Fußball in Kanada und Deutschland sei, wie er sagt, nur schwer vergleichbar. Die drei besten kanadischen Teams, die Vancouver Whitecaps, Toronto FC und CF Montreal, spielen in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS). In Kanada selbst gibt es noch eine eigene Profiliga mit nur acht Mannschaften. Scoular-Stajic spielte in seiner Jugend bei einem sogenannten Academy-Team (Toronto Skillz). „Ich muss vor allem im physischen Bereich zulegen, denn darin sind meine Gegenspieler in Deutschland sehr stark – ganz anders als in Kanada“, erzählt der mittlerweile gut Deutsch sprechende Scoular-Stajic.

Am Sonntag in Herxheim

Der Schritt aus der am Nordwestufer des Lake Ontario gelegenen Drei-Millionen-Stadt Toronto nach Hauenstein und jetzt Pirmasens war für den jungen Kanadier, dessen Eltern und Bruder nach wie vor in Toronto leben, natürlich ein großer. „Hauenstein ist ja im Vergleich zu Toronto eher ein Dorf. Aber es war gut dort. Und in Pirmasens gefällt es mir auch“, betont Scoular-Stajic, der sich im FKP-Verbandsligateam sehr gut aufgehoben fühlt: „Wir haben eine tolle Truppe, und alle sind sehr hilfsbereit.“ Mit dem aktuellen siebten Tabellenplatz ist er zufrieden, „aber es ist alles sehr eng und wir wollen noch besser werden“. Am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) geht es zum auf Rang zwei liegenden Aufsteiger Viktoria Herxheim.

Demnächst bekommt Scoular-Stajic beim FK Pirmasens nach eigenen Worten Gesellschaft aus der Heimat. Xander Race, der ebenfalls bei Toronto Skillz spielte und noch für die U19 spielberechtigt ist, wechselt aus Kanada zum FKP. „Im Moment gibt es noch Probleme mit seinem Visum. Aber ab Januar kann er hier in Pirmasens in der A-Jugend spielen“, informiert Scoular-Stajic.

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