Pirmasens
In der Alleestraße wartet zweites Millionenprojekt
17,2 Millionen Euro hat sie am Ende gekostet, die sechsjährige Generalsanierung der Landgra-Ludwig-Realschule plus in der Alleestraße, die im Grund ein halber Neubau war. Schließlich wurde eines der beiden Schulgebäude hinter der historischen Fassade komplett neu errichtet. Am Ende steht eine quasi neue Schule in der Innenstadt, von Oberbürgermeister Markus Zwick als eines der schönsten Schulgebäude in der Region gefeiert. Aber auch der Schuldezernent weiß, dass dieses Großprojekt nur der erste Schritt war. Denn immer noch sind mehrere Klassen der Realschule plus auf der Husterhöhe in der dortigen Grundschule ausgelagert. Eine Zwischenlösung, die nun aber schon viele Jahre dauert, aber in naher Zukunft beseitigt werden soll.
Denn die Landgraf-Ludwig-Realschule plus wird – wieder – ein zweites Schulhaus bekommen, nur 50 Meter entfernt in der Alleestraße an der Nagelschmiedsbergtreppe. Das neue Millionen-Projekt im Pirmasenser Schulbau nimmt sichtbare Formen an: In den kommenden Wochen wird das alte Nagelschmiedsbergschulhaus abgerissen, die Bagger stehen schon bereit. Gleichzeitig startet in diesem Jahr ein Architektenwettbewerb für das neue Schulgebäude am gleichen Standort – dafür stehen schon 200.000 Euro bereit. Ist das Planungsbüro über den Wettbewerb gefunden, kann von einem Baustart in den kommenden beiden Jahren ausgegangen werden – und die ausgelagerten Schulklassen können zurückkehren. Erst wenn der als „Dependance“ bezeichnete zweite Standort in Betrieb geht, ist die Landgraf-Ludwig-Realschule plus endgültig für die Zukunft ausgerichtet.
Käthe-Dassler-Schule wird schrittweise erneuert
Die zweite Realschule plus, die Käthe-Dassler-Schule auf dem Kirchberg, wird nicht über Großprojekte modernisiert, sondern über die 2020 begonnene neue Schulbaustrategie in Etappen auf Vordermann gebracht. Dieser neue Weg für die Modernisierung der Pirmasenser Schulen hat sich verabschiedet von teuren Millionenprojekten und setzt stattdessen auf eine kontinuierliche Sanierung in vielen kleinen Schritten. Dafür steht auch die Käthe-Dassler-Schule: Von 2020 bis 2025 wurden für 900.000 Euro die Heizungsanlage modernisiert, die Eingangselemente und die Fenster des B-Baus erneuert, zudem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Den in die Jahre gekommenen WC-Anlagen widmet sich das Gebäudemanagement ab diesem Jahr: 2026 werden die Toiletten im B-Bau saniert, wofür schon 110.000 Euro bereitstehen, ab dem kommenden Jahr sind die WC-Anlagen in den anderen Gebäudeteilen an der Reihe, was mit 220.000 Euro veranschlagt ist.
Aber damit nicht genug: Fest eingeplant in den Jahren 2027/28 sind die Sanierung des Dachs der angeschlossenen Kirchbergsporthalle, was alleine rund 750.000 Euro kosten wird. Auch die Fenstererneuerung in den weiteren Gebäudeteilen und die Kanalsanierung sind in der Planung für diese beiden Jahren. Alle bislang umgesetzten und bis 2028 geplanten Gewerke der Schulsanierung auf dem Kirchberg sind zusammen mit 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht, macht Bürgermeister und Baudezernent Michael Maas deutlich: Schon jetzt ist klar definiert, dass ab 2029 die Sanierung der elektrischen Anlagen und die Brandschutzertüchtigung notwendig ist. Das Fazit für die Käthe-Dassler-Realschule plus: Es wird noch einige Jahre dauern, bis das Schulgebäude durchgehend erneuert ist. Für Schüler und Lehrer ist aber gerade die Toiletten-Moderniserung ein wichtiger Schritt.
Zur Serie
Im „Schulreport PS“ geht es um die Situation der Pirmasenser Schulgebäude, die städtischen Investitionen und die anstehenden Projekte. In den kommenden Wochen nehmen wir alle Schulen im Stadtgebiet unter die Lupe.