Pirmasens Im Oktober soll Kindertagesstätte eröffnen

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Die Kindertagesstätte Maria-Theresien-Straße ist konzipiert als Krippenhaus, in ein paar Jahren soll die knapp fünf Millionen Euro teure Einrichtung im Winzler Viertel mehr Jungen und Mädchen Platz bieten. Aktuell läuft der Endausbau. In zwei Monaten sollen dort die ersten Kleinkinder betreut werden.

Die Kindertagesstätte in der Maria-Theresien-Straße sollte eigentlich schon seit Monaten in Betrieb sein. Beim ersten Spatenstich hatte die Stadtspitze „Anfang 2015“ als Fertigstellungstermin verkündet. Jetzt wird es wohl Oktober, bis die ersten Kinder dort betreut werden können. Die Baukosten von 4,9 Millionen Euro will Baudezernent Michael Schieler aber halten. Sechs Gruppen sollen langfristig in der Kindertagesstätte untergebracht werden, deren Bau im Oktober 2013 begonnen hat. Anders als die Erlenbrunner Kita wird der Passivhausstandard bei der Kita in der Maria-Theresien-Straße wie ursprünglich geplant eingehalten. Bis zu 120 Kinder sollen dort betreut werden, darunter auch Kleinstkinder, die noch keine drei Jahre alt sind. Die Krippenkinder müssen bis Oktober noch in den Ersatzkindergarten auf der Husterhöhe im Banana-Building gehen. Da das Ausweichquartier auch noch länger verfügbar sei, sieht Baudezernent Schieler auch keine übertriebene Eile geboten, um die Baustelle in der Maria-Theresien-Straße so schnell als möglich zu vollenden. Momentan laufen die letzten Arbeiten im Inneren und die Gestaltung der Außenanlagen ist in vollem Gange. Im Inneren sind bereits die Möbel installiert und die Fußböden verlegt worden. Die Kita-Kinder sollen später im Außenbereich Wipptiere, Zieräpfel, Rutschen, eine Kletterrampe und ein Baummikado vorfinden und sich auf großen Wiesen austoben können. Schieler betonte bei einem Termin vor Ort, dass Wert auf eine naturnahe Gestaltung gelegt worden sei. Bei den Außenanlagen will die Stadt sparen. Statt der geplanten 700.000 Euro für das Freigelände fallen nun nur noch 350.000 Euro an. Die Einsparung sei möglich durch den Einsatz von städtischen Mitarbeitern von Gartenbauamt, Tiefbauamt und anderen Ämtern. Somit sei nur noch das Material zu bezahlen. Wenn später der Pauluskindergarten abgerissen sei und noch mehr Freifläche verfügbar werde, könne eine schöne Parkanlage entstehen, die ein echter Höhepunkt im Winzler Viertel werde, schwärmte Schieler. Begonnen haben auch die Arbeiten für einen Parkplatz vor der Kindertagesstätte. 17 Stellplätze werden für 72.500 Euro entstehen, inklusive einer Zufahrt und eines Verbindungsweges. Bei den Baukosten von 4,9 Millionen Euro betonte Oberbürgermeister Bernhard Matheis, dass die Betreuung der Kinder in der Stadt die Investition durchaus wert sei. Allerdings erinnerte der OB daran, dass die gesetzlich vorgeschriebene Betreuung von unter dreijährigen Kindern von Bund und Land beschlossen worden sei. Die Anpassung der Infrastruktur vor Ort durch die Kommunen müsse jedoch größtenteils aus der Stadtkasse bezahlt werden. „Das Geld hätten wir woanders auch sinnvoll einsetzen können“, bemängelte Matheis. Bund und Land hätten nicht nur den schönen Beschluss fassen sollen, sondern auch bei der Finanzierung der Ausführung mit anpacken müssen, so die Forderung von Matheis. (kka)

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