Leute aus der Nähe RHEINPFALZ Plus Artikel Hinterweidenthaler Fußballer Hirschinger neun Wochen in Skandinavien unterwegs

Fabian Hirschinger fuhr mit seiner Frau Luisa in Skandinavienviel Rad.
Fabian Hirschinger fuhr mit seiner Frau Luisa in Skandinavienviel Rad.

Erst am fünften Spieltag kam Fabian Hirschinger zu seinem ersten Saison-Kurzeinsatz für den SV Hinterweidenthal in der Fußball-Landesliga. Das hatte einen ganz besonderen Grund. Der 28-Jährige war mit seiner Frau Luisa neun Wochen lang durch Skandinavien gereist.

Drei Tage nach dem verspäteten Rundeneinstieg führte Hirschinger gar die SVH-Elf beim Verbandspokalspiel in Weilerbach als Vertreter der verletzten beziehungsweise erkrankten Kim-Dan Schenk und Jonas Jung als Kapitän aufs Feld. Fitnessprobleme aufgrund der langen Fußball-Trainingspause hatte der Mittelfeldspieler kaum. „Wir waren sehr aktiv im Urlaub. Wir sind viel gewandert, hatten die Rennräder im Auto dabei und sind dementsprechend viel Fahrrad gefahren“, berichtet Hirschinger, der gemeinsam mit seiner Frau Dänemark, Schweden und Norwegen erkundete.

Arbeitsplatzwechsel macht Reise möglich

Die lange Reise möglich gemacht hat ein Arbeitsplatzwechsel. Seit kurzem ist Hirschinger als Kita-Sozialarbeiter bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz angestellt. In dieser Eigenschaft betreut der studierte Pädagoge Kitas im Landkreis, hauptsächlich in den Verbandsgemeinden Dahn und Hauenstein. „Das ist ein völlig neues Berufsfeld, das es gewissermaßen erst seit einem Monat gibt. Ich unterstütze die Kitas und auch Familien in Anliegen aller Art“, erzählt der Erfweilerer. Zuvor war der Fußballer bei der Lebenshilfe in Offenbach/Queich angestellt. „Wir haben den Leerlauf zwischen alter und neuer Arbeitsstelle für die Reise genutzt.“

Vor allem Norwegen hat es ihm angetan. „Das ist landschaftlich genial. Da schlägt das Sportlerherz höher, da man draußen unglaublich aktiv sein kann“, schwärmt Hirschinger.

Mit dem Fußballspielen begann Hirschinger in seinem Heimatdorf Erfweiler. Über Spielgemeinschaften mit Hinterweidenthal und Dahn landete er beim FK Pirmasens, wo er drei Jahre bis zum Ende des ersten A-Jugendjahres blieb.

Zwei Bundesliga-Einsätze

In dieser Zeit hatte er auch zwei Einsätze in der B-Junioren-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt und Wacker Burghausen, und mit der Pirmasenser U19 erreichte er als Regionalligameister die Aufstiegsspiele zur A-Junioren-Bundesliga gegen den FSV Frankfurt. „Das nahm viel Zeit in Anspruch. Ich habe damals überlegt, ob ich überhaupt noch Fußball spielen will“, erinnert sich Hirschinger.

Doch dann hätten ihn seine Kumpel mit zum Training beim SV Hinterweidenthal genommen. Und dort spielt er seitdem ununterbrochen. „Aktuell sieht es ja wirklich gut aus. Wir sind alle stolz darauf, dass wir es als kleiner Verein immer wieder schaffen, uns auf relativ großer Bühne zu behaupten“, freut sich Hirschinger, dessen Team am Sonntag Verbandsliga-Absteiger SG Rieschweiler erwartet.

Vater und Sohn als Trainer

Der Trainerwechsel vor der Saison sei überhaupt kein Problem gewesen. Der Zusammenhalt sei wie gewohnt hervorragend. „Daniel Tretter und Christian Singer waren ja schon vorher dabei. Und Hans Friedrich Duppré ist im Verein ein bekanntes Gesicht. Da ist genauso Zug dahinter wie vorher unter Denis Jung“, betont Hirschinger. Daniel Tretter ist übrigens der Sohn seines früheren A-Jugend-Trainers beim FKP, Peter Tretter.

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

Landesliga: SC Weselberg - SG Meisenheim/Desloch/Lauschied (Samstag, 17.30 Uhr), VfR Kaiserslautern - SF Bundenthal, SV Hinterweidenthal - SG Rieschweiler, TSC Zweibrücken - SC Hauenstein (alle Sonntag, 15.15 Uhr)

Bezirksliga: SV Alsenborn - SpVgg Waldfischbach-Burgalben (Freitag, 19.30 Uhr), SG Oberarnbach/Obernheim-Kirchenarnbach/Bann - SG Eppenbrunn (Samstag, 16 Uhr), FC Queidersbach - FC Fehrbach (Sonntag, 15 Uhr).

Spektakulär: Fabian Hirschinger am Djevelporten (Teufelsbrücke) in Norwegen.
Spektakulär: Fabian Hirschinger am Djevelporten (Teufelsbrücke) in Norwegen.
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