Fussball
Hin und Her vor den Spielen des FCK in Pirmasens
Die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern standen beim FK Pirmasens im Wort. Sie hatten zugesagt, das im Sommer 2021 kurzfristig abgesagte Freundschaftsspiel ihrer Profitruppe beim FKP – Austragungsort wäre damals das Rodalber Lindersbachstadion gewesen – nachzuholen. Die Pirmasenser hofften, dass dies im Sommer 2022 kurz vor dem Start der Punktspielrunde passieren würde.
Doch die sportlichen Verhältnisse hatten sich da verändert: Der FCK war in die Zweite Liga auf-, der FKP in die Oberliga abgestiegen. Damit drei Klassen Differenz statt einer zwischen den beiden Teams – zu viel für die Lauterer bei einem Match mit Generalproben-Charakter. Also einigten sich die Vereine darauf, dass der viermalige Deutsche Meister am 9. Juli zwar im Framas-Stadion spielt, aber nicht gegen den FKP, sondern gegen den belgischen Erstligisten KAS Eupen. Eine Vereinbarung, die den als Gastgeber fungierenden Pirmasensern ein hübsches fünfstelliges Sümmchen an Einnahmen bescherte.
Gar nicht so einfach, einen Termin zu finden
Und es wurde besprochen, das Spiel der FCK-Profis gegen den FKP auf der Husterhöhe nun in der Zweitliga-Länderspielpause im September auszutragen. Der FKP ging davon aus, dass die Begegnung am Wochenende 24./25. September stattfinden wird – und verlegte im Einvernehmen mit den Lauterern das Oberliga-Heimspiel gegen den FCK II um drei Tage vor auf Mittwoch, 21. September, 19 Uhr.
Dann aber wollte FCK-Cheftrainer Dirk Schuster seinen Kickern ein freies Wochenende zur Erholung von den anstrengenden Zweitliga-Matches gewähren. Es kam, so der FKP, nur noch der Donnerstag, 22. September, für ein Gastspiel der Lauterer Profis in der Schuhstadt infrage.
Verlegung abgelehnt
Der FKP bat nun darum, das Oberliga-Spitzenspiel auf Dienstag, 20. September, vorverlegen, um wenigstens zwei Tage Abstand zwischen den beiden Westpfalz-Derbys zu haben. Dies lehnte der Coach des FCK II, Ex-FKP-Trainer Peter Tretter, mit Verweis auf die in diesem Fall sehr kurze Erholungszeit nach dem letzten Oberligaspiel am vergangenen Wochenende ab.
„Es gab dann das Angebot, dass die Profis schon am Mittwoch und das Oberligateam am Sonntag in Pirmasens spielen, aber das hat der FKP abgelehnt“, berichtet Tretter. FKP-Cheftrainer Martin Gries begründet diese Entscheidung so: „Unser Fokus liegt auf dem Ligaspiel. Wir brauchen die Punkte, um vorne zu bleiben. Ich weiß aber, dass die Motivation meiner Spieler gegen die FCK-Profis riesig gewesen wäre, und ich wollte nicht, dass wir in solch einer Konstellation zu viele Körner verschießen.“
Mit Bohl und Cissé
Es ist daher logisch, dass der FKP im Freundschaftsspiel am Donnerstag um 19 Uhr etliche Spieler aus der jungen zweiten Mannschaft (Verbandsliga) aufbieten wird. Die erste Garnitur wird nach den Belastungen vom Mittwochabend gegen den aktuell nur zwei Punkte schlechteren Tabellenzweiten tags darauf nur bedingt oder gar nicht auflaufen.
Nachdem Gries bei der ersten Saisonniederlage in Auersmacher alle drei Sechser ausgefallen waren, stehen von dem Trio mit viel Drittliga- und Regionalligaerfahrung nun Daniel Bohl und Salif Cissé wieder zur Verfügung. Kapitän David Becker muss wegen eines Muskelfaserrisses noch pausieren. Stürmer Dennis Krob trainierte nach wohl ausgeheiltem Muskelfaserriss wieder mit, verzichtete in der Einheit am Montag aber noch auf Sprints und Torschüsse. „Er sitzt gegen den FCK vielleicht auf der Bank“, sagt Gries über den Lauterer in seinem Team. Krob habe sich während seiner Verletzungspause „sehr professionell verhalten“, um schnell wieder fit zu werden.
