Pirmasens Harte Rocker zeigen viel Herz für Tiere

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Die Rock- und Heavy-Metal-Bands „Trickster’s Day“ aus Saarbrücken, „Primacy“ aus St. Wendel und „Nasty Five“ aus Pirmasens spielten am Samstag ohne Gage für den guten Zweck. Zur 14. Auflage der Reihe „Benefizkonzert für das Tierheim Pirmasens“ war die Musikkneipe Schwemme sehr gut besucht – erfreulich also für alle Beteiligte.

Fast alle Lieder des Anheizer „Trickster´s Day“, zumeist Eigenkompositionen, waren wenig eingängig. Sie blieben nicht im Ohr der Besucher hängen. Die Band wirkte zudem gehemmt, ohne Pepp und Dynamik, als hätte jemand eine imaginäre Handbremse angezogen. Selbst ein einstiger Superhit wie „Mighty Quinn“ konnte man eher erahnen als erkennen. Beim allerletzten Song, der Bandhymne „Trickster´s Day“, wurde das Quartett plötzlich putzmunter, als hätte eine Dosis Schlaftabletten abrupt ihre Wirkung verloren. Der Song war der einzige Lichtblick eines etwa 50-minütigen, langatmigen Konzerts. „Primacy“ hingegen brachte mächtig Dampf, Spielfreude, instrumentales Können und vor allem starke Songs in die „Schwemme“. Das Programm der Mannen um den agilen Rhythmus-Gitarristen und Sänger Daniel Dewes war identisch mit der Songliste auf der Debüt-CD „Such A Mess“. Apropos: Die Hälfte des Kaufpreises für jede an diesem Abend verkaufte CD spendete die Band an das Tierheim. Eine tolle Geste der Musiker. Mit „Black Roses“, der großartigen Power-Ballade „Empty Words“ sowie dem mächtigen „Bettie Page“ hatte die Gruppe auch richtige kleine Hits mit Killer-Refrains im Gepäck, die die Nähe der vier Saarländer zu bekannten Bands wie „Alter Bridge“, „Creed“ oder den alten „Nickelback“ dokumentieren. Die Musiker harmonierten spieltechnisch und von der Bühnen-Performance prächtig. Dies alles machte den Besuchern sehr viel Spaß und brachte diese so richtig in Stimmung. Letztlich musste „Primacy“ eine nicht geplante Zugabe aus dem Ärmel schütteln und erhielt viel Applaus für ein tolles Konzert. Auch das Quintett „Nasty Five“, angeführt von der Sängerin Susi Wallitt, konnte eine sehr gute Tagesform, viel Spielfreude und ein vor Hits strotzendes Programm vorweisen. Zudem war das Publikum augenscheinlich in großer Feierlaune und die Tatsache, dass es von Beginn an nun direkt vor der Bühne so richtig eng wurde, dokumentierte den Headlinerstatus der Pirmasenser Covertruppe „Nasty Five“. Im Rahmen des gut 90-minütigen Konzerts wurden Klassiker wie „For Whom The Bell Tolls“ von „Metallica“, „Perfect Strangers“ von „Deep Purple“, „Wild Child“ von „W.A.S.P.“, „Lick It Up“ („Kiss“) oder „Panama“ von „Van Halen“ von den Rockmusikfreunden begeistert abgefeiert. Einer der Höhepunkte des Konzerts war einmal mehr der „Whitesnake“-Hit „Here I Go Again“, bei dem die Ausnahmesängerin Wallitt alles aus ihren prächtigen Stimmbändern herausholte und mit viel Beifall belohnt wurde. Laut Angaben der Organisatoren sind bei diesem Konzertabend rund 1.130 Euro für das Tierheim Pirmasens zusammengekommen. Schwemme-Inhaber Karl Staller spendete hierzu 100 Euro und auch einige Besucher des Konzerts zückten großzügig die Geldbörsen. Vorschau Das nächste Konzert in der Pirmasenser Schwemme am Samstag, 19. November, 21 (Einlass: 20) Uhr, steht unter dem Motto „Hell’s Crusade: Chapter IV“. Es spielen die Bands „Nekkromaniac“, „Blackevil“ und „Nectemeron“. Der Eintritt kostet sechs Euro.

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