Pirmasens
Handball: TS Rodalben verfehlt auch das Ersatz-Ziel
Eine gute erste Halbzeit war zu wenig: In der ersten Pfalzpokal-Runde verlor die TS Rodalben am Sonntagabend gegen die TG Waldsee mit 27:29 (16:14) und hat damit nach verpatzter Pfalzliga-Hinserie auch kein Ersatz-Ziel mehr.
RODALBEN Die Gäste vom Rhein zeigten in dem Duell zweier Pfalzligisten nach dem Seitenwechsel die bessere Moral, machten vorne weniger Fehler und hatten in der Abwehr den besseren Zugriff. Den TSR-Spielern merkte man die dreiwöchige Pause an, da öfters die Abstimmung fehlte. Der Gegner erkannte die Schwachpunkte und agierte meist klasse über links. Zudem haperte es bei der Turnerschaft an der Chancenauswertung, Pech bei vielen Latten- und Pfostentreffern kam dazu. „Ich bin enttäuscht und habe keine wirkliche Erklärung für die schwache Leistung in der zweiten Hälfte“, kommentierte TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart mit hängendem Kopf die Niederlage.
Zwei Rote Karten
Eigentlich wollten die Rodalber nach dem Halbfinaleinzug in der Vorsaison auch heuer wieder Pokalgeschichte schreiben. Nach dem 2:3 in der sechsten Minute kamen sie immer besser ins Spiel, verteidigten besser und fanden vorne gute Lösungen. Ihr auffälligster Spieler, Kevin Hauck, sorgte mit seinem sechsten von insgesamt zwölf Treffern für die 13:11-Führung (24.). Waldsee steckte zwei Rote Karten in der 24. und 30. Minute weg, blieb mit nur noch acht Feldspielern durch sein schnelles Spiel immer gefährlich und ließ nur die 16:14-Pausenführung der Hausherren zu.
Acht Minuten ohne Tor
Zu Beginn der zweiten Hälfte versäumte es die TSR, den Vorsprung auszubauen. Von der 39. bis zur 47. Minute herrschte bei den Gastgebern absolute Torflaute. So wurde aus der Zwei-Tore-Führung ein Vier-Tore-Rückstand (19:23/47.). Danach steigerte sich die TSR wieder, Lukas Baumgart erzielte den 22:23-Anschlusstreffer und hatte in der letzten Minute auch die Chance zum Ausgleichstreffer, scheiterte aber an Waldsees Keeper.
„Bei uns hat alles gepasst, ich muss meinem Team ein großes Lob aussprechen. Unsere gute Abwehr und wenige technische Fehler führten uns zum Sieg“, frohlockte Benny Wingerter, Trainer der TG Waldsee.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Glöckner, 31.-41. Seelinger - Lukas Baumgart (5), Goll, Matheis (1) - Haury (2), Hauck (12/5) - Bold (2); Moritz Baumgart (3), Kettering, Hubele (2), Voitl
Spielfilm: 4:3 (9.), 7:8 (17.), 13:11 (24.), 16:14 (Halbzeit), 19:18 (39.), 20:23 (47.), 23:24 (53.), 27:29 (Ende) - Zeitstrafen: 4 - 0 - Rote Karte: von Kennel (24.), Finn Wächter (30., beide grobes Foul) - Siebenmeter: 5/5 - 3/3 - Beste Spieler: Hauck - Marcel Knittel, Jens Eckrich - Zuschauer: 109 - Schiedsrichter: Kuntz/Möhle (Lingenfeld/Schwegenheim).
STIMMEN ZUM SPIEL: „Das passt“
Hubert Hubele, TSR-Co-Trainer: Man merkte uns die schlechte Abstimmung an, wir bekamen zu viele einfache Tore.
Jonas Baumgart, schmerzlich vermisster Spielgestalter: Es fehlte die Einstellung, wir hatten nicht den nötigen Zugriff.
Kevin Hauck, mit zwölf Toren erfolgreichster TSR-Spieler: Das passt so richtig in den Saisonverlauf. Ich hoffe, dass wir wenigstens in der Pfalzliga noch eine gute Rückrunde spielen.
Matthias Eschenbacher, Co-Trainer der TG Waldsee: Obwohl es zeitweise sehr eng wurde und wir zwei Rote Karten verdauen mussten, haben wir Moral bewiesen.