Pirmasens HANDBALL-PFALZLIGA: Kriebel: Wir sind immer Außenseiter

DAHN. Vom Papier her geht der TV Dahn am Samstag erstmals leicht favorisiert in eine Begegnung der Handball-Pfalzliga. Doch Spielertrainer Sebastian Kriebel wiegelt vor der Partie bei der HSG Trifels (19 Uhr, Löwensteinhalle Albersweiler) ab: „Wir sind Aufsteiger, daher immer Außenseiter.“
Jedoch ist das zuletzt so starke Dahn als Tabellensiebter mit 6:8 Zählern drei Zähler und drei Tabellenplätze besser als der kommende Gastgeber, der zuletzt gegen die Topteams aus Rodalben und Offenbach chancenlos war. „Aber die HSG hatte da auch erhebliche Personalprobleme, die, so hört man, am Wochenende wohl der Vergangenheit angehören“, sagt Kriebel. Der junge Trainer rechnet damit, dass der vom Drittligisten TSG Haßloch zur HSG zurückgekehrte Lukas Gerstle nach seiner Kreuzbandverletzung wieder spielfähig ist, zumindest für Minuten. Gerstle ist ein Shooter, kann Spiele im Alleingang entscheiden, neigt aber auch zu Egoismus und nimmt sich daher ab und an zu viele schlecht vorbereitete Würfe. Weitere Stärke der HSG sei die Erfahrung wichtiger Spieler wie Mittelmann Florian Gerstle oder Neuzugang Miroslav Durajka, von dem Kriebel schwärmt – wie natürlich auch von seinem Team, das in dieser Runde eine vorbildliche Einstellung an den Tag legt. Eigens aus Kaiserslautern reisen da Studenten zum Training an, Felix Kissel nahm gar eine Rückreise von einem Seminar in Kassel in Kauf, um sich mit der Mannschaft aufs Wasgauderby vorzubereiten. Kriebel: „Natürlich hätte ich gerne immer 14 Mann im Training, doch das ist aufgrund der Studenten im Team unter der Woche derzeit unrealistisch. Wie aber alle damit umgehen, macht mich stolz.“ Er rechne am Samstag mit einem engen Spielausgang. Endet es mit einem Erfolg des Aufsteigers, hätte der wohl schon die Hälfte der für den Pfalzligaverbleib nötigen Zähler auf dem Konto. |mame