Pirmasens
Handball: 14 Paraden von Torhüter Glöckner und 12 Tore von Hauck bei Rodalbens Derbysieg
Formidabler Auftritt der Turnerschaft Rodalben: Der Handball-Pfalzligist bezwang am Samstagabend im Westpfalzderby die HSG TSG/1. FC Kaiserslautern mit 27:23 (13:8). Auffälligste Spieler waren Torhüter Pascal Glöckner mit 14 Paraden und Linksaußen Kevin Hauck mit zwölf Toren.
RODALBEN. Starker Wille und zugleich die Rückkehr zur Leichtigkeit im Spiel – das zeichnete die TSR beim Sieg gegen den Tabellenzweiten aus. Die Abwehr stand, der Angriff klappte. Einziges Manko bei den durch die Verletzungen von Schlüsselspielern ins Tabellenmittelfeld zurückgefallenen, jetzt wieder fast kompletten Rodalbern – nur Moritz Greiner fehlte – war nur die Chancenauswertung.
Kein „mentaler Todesstoß“
„Mir fällt ein Stein vom Herzen, der Sieg war extrem wichtig. Eine weitere Niederlage wäre ein mentaler ,Todesstoß’ gewesen“, gestand TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart und verdeutlichte: „Unsere Taktik gegen die 5-1- und 6-0-Deckung der Lauterer ging voll auf. Entscheidend war unsere tolle Abwehrarbeit und dahinter mit Pascal Glöckner ein Torhüter, der großartig seinen Kasten sauber hielt.“ Der so Gelobte unterstrich: „Die Abwehr machte es mir heute leichter. Die Abstimmung und die Einstellung stimmten. So kann es weitergehen.“
Die TSR begann mit schnellem Spiel. Vorne trafen Jonas Goll und zweimal Kevin Hauck, hinten parierte Glöckner dreimal. So stand es nach sechs Minuten 3:0. Weil aber die Chancenverwertung nicht so toll war, glich der auffälligste Mann bei den immer besser ins Spiel findenden Lauterern, Nils Bechtel, in der 14. Minute zum 5:5 aus. Nach dem 6:5 (16.) durch Hauck nahm Moritz Baumgart eine Auszeit. Danach drehte sein Team auf und setzte sich zur Pause mit fünf Toren ab.
Überzahl ausgenutzt
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste wieder heran. In der 41. Minute stand es nur noch 16:15, das Spiel drohte zu kippen. Die TSR antwortete dank Glöckner mit einem 4:1-Lauf – 20:16 (47.) ab. Als dann die HSG 90 Sekunden lang zwei Mann weniger auf dem Feld hatte, funktionierte nach den Worten von Moritz Baumgart das Überzahlspiel seines Teams perfekt, da sein Team drei Bälle versenkte. Aus dem 20:17 wurde ein 23:17. Als kurz darauf Lukas Haury und Goll zur auf 25:17 (54.) erhöhten, war die Entscheidung gefallen.
Der Co-Trainer der HSG, Thomas Brosig, sprach im Anschluss von einem verdienten Sieg der Rodalber. „Wir waren machtlos. Das schnelle Spiel über gute Kreuzungen, initiiert durch Jonas Baumgart, und die vielen Tore von Kevin Hauck haben uns den Garaus gemacht“, sagte Brosig und fügte hinzu: „Wenn man in Rodalben nicht an seine Leistungsgrenze geht, kann man nichts mitnehmen.“ Sehr zufrieden war Rodalbens Co-Trainer Hubert Hubele: „Unsere Einstellung war schon vor dem Spiel klasse. Wir haben clever gespielt und kleine Schwächephasen weggesteckt.“
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Glöckner - Jonas Baumgart (2), Goll (2), Matheis (2) - Haury (2), Hauck (12/1) – Bold (1); Moritz Baumgart (4), Lukas Baumgart (2), Kettering
Spielfilm: 3:0 (6.), 5:5 (14.), 10:6 (24.), 13:8 (Halbzeit), 16:15 (41.), 21:17 (50.), 25:18 (55.) 27:23 (Ende) – Zeitstrafen: 3 - 3 – Rote Karte: Keilhauer (HSG/50., rohes Spiel) - Siebenmeter: 5/4 - 4/4 - Beste Spieler: Glöckner, Hauck, Jonas Baumgart – Bechtel, Blauth - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Portz-Funke/Hasenfratz (Friesenheim).