Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Google und Grumbeerebrode – zwei Chinesen verstärken Clausens Basketball-Mannschaft

Trainer Andreas Kaes mit den Chinesen Haibo Ma und Li Zhenhua (von links), die am Samstagabend gegen Lambsheim ihr Liga-Heimdebü
Trainer Andreas Kaes mit den Chinesen Haibo Ma und Li Zhenhua (von links), die am Samstagabend gegen Lambsheim ihr Liga-Heimdebüt in Clausens Basketballmannschaft feiern. Foto: Teuscher

Die vor 50 Jahren gegründete Basketballabteilung des TV Clausen zeichnete sich fast von Anfang an durch ihre internationale Besetzung aus. Derzeit gehen zwei Chinesen, Li Zhenhua und Haibo Ma, für den TVC auf Korbjagd.

Wie kommen zwei Chinesen nach Clausen? Durch Google und Grumbeerebrode. Der im Pirmasenser Stadtteil Ruhbank wohnende IT-Unternehmer Li Zhenhua gab in der Internet-Suchmaschine „Basketball Pirmasens“ ein und landete beim TV Clausen, der als letzter verbliebener Verein in der Region Pirmasens ein Basketball-Herrenteam hat. Und der seit 2016 bei der Firma Seibel Kunststofftechnik in Hermersberg arbeitende und seit 2018 in Merzalben wohnende Haibo Ma lernte Steffen Berberich von den TVC-Korbjägern bei einem zünftigen Grumbeerebrode kennen. Berberich lotste den 1,90-Meter-Mann dann zum Training in die Gräfensteinhalle.

Firma mit 30 Basketballteams

Li Zhenhua begann schon im Alter von sechs Jahren im chinesischen Huzhou mit Basketball, der Sportart Nummer eins in China. Der 1,75 Meter große Zhenhua sei ein wendiger, schneller und treffsicherer Basketballer, sagt Clausens Trainer Andreas Kaes. In seinem ersten B-Klasse-Match für den TVC trug er sieben Punkte zum 71:59-Sieg bei den Fastbreakers Rockenhausen III bei. Haibo Ma spielte bereits in der Schule, später an der Uni Basketball. 2004 sei er dann zu einer taiwanesischen Firma mit über 100.000 Mitarbeitern gekommen, die 30 (!) Betriebsmannschaften habe, erzählt Ma.

Die beiden schwärmen von der tollen Kameradschaft beim TVC, der einst mit US-Amerikanern wie Ex-NBA-Crack Archie Talley, Graham Stedmann oder Myron Wilkins zu den besten Vereinen in Südwestdeutschland zählte. In Clausen haben sie bereits die „dritte Halbzeit“ kennengelernt. „Man sagt, in Pirmasens muss man Park trinken“, erzählt Ma lachend.

Verständigung problemlos

Zhenhua lernt Deutsch im Internet, seine siebenjährige Tochter besucht die Grundschule Ruhbank. Bei Ma ist man schon einige Schritte weiter. Die ganze Familie spricht Deutsch und Pfälzisch. Der siebenjährige Sohn „Max“ , der eigentlich Rui heißt, besucht die Grundschule in Waldfischbach und will demnächst bei den Mini-Basketballern in Clausen einsteigen.

Die Verständigung auf dem Spielfeld sei problemlos, erzählt Coach Kaes und verweist auf die Weltsprache Englisch. Zudem könne Ma aufgrund seiner sehr guten Deutsch-Kenntnisse Zhenhua als Übersetzer beistehen.

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