Pirmasens Gelungenes Puzzle
„The Pink Floyd Project“ um den Mastermind, Sänger & Gitarristen Frank Altpeter wurde im Pirmasenser Musikclub Quasimodo den Vorschusslorbeeren gerecht. Die zehnköpfige Formation aus St. Wendel zelebrierte am Freitagabend die Songs der britischen Legende Pink Floyd regelrecht. Leider waren nur 130 Zuschauer in den 1000 Leute fassenden Musikclub gekommen.
Für die Besucher dieses Konzerts war erst einmal langes Warten angesagt… Entgegen den Infos auf den Werbeplakaten und der Internetseite des Quasimodo begann der Gig nicht um 20 Uhr, sondern erst eine Stunde später. Solch ein Anfängerfehler darf weder einer professionellen Band noch einem Veranstalter passieren! Pünktlich um 21 Uhr startete die saarländische Tributeband schließlich mit „Shine On Your Crazy Diamond“ und „Welcome To The Machine“ aus dem legendären „Wish You Were Here“-Album aus dem Jahr 1975. Die Gruppe präsentierte sich von der ersten Minute an hochkonzentriert, voller Elan und nahezu perfekt aufeinander eingespielt. Jeder Musiker hatte seine Daseinsberechtigung auf der Bühne und trug sein Puzzleteil zu einem exzellenten Konzert bei. Lediglich bei zwei synchron agierenden Schlagzeugern könnte man nach dem Sinn und Zweck dieser Konstellation fragen. Natürlich ist es auch möglich, der Versuchung zu erliegen, am gespielten Programm herumzumäkeln, aber bei der Anzahl an hochklassigen Liedern, welche die Gruppe um David Gilmour und Roger Waters einst komponierte, ist es nahezu unmöglich, jedem Fan-Wunsch gerecht zu werden. Einer der Höhepunkte des ersten Teils der Show war sicherlich die fulminante Version von „Hey You“, bei der Schlagzeuger Thomas Luther ebenfalls zur Gitarre griff und zusammen mit Frank Altpeter und Uwe Sicks an vorderster Front ein Sechs-Saiten-Trio bildete. Die Magie der Rockmusik der 1970er Jahre war hier förmlich greifbar. Den absoluten Höhepunkt stellte jedoch die prima interpretierte Trilogie „Another Brick In The Wall (Part 1“), das nachfolgende „Helikopter“-Intro „The Happiest Days Of Our Lives“ – inklusive Lichtkegel eines Suchscheinwerfers im Publikum – sowie der abschließende Track „Another Brick In The Wall (Part 2)“ dar. Dies alles war erste Sahne. „Comfortumbly Numb“ und das „Run Like Hell“, beide vom Jahrhundertalbum „The Wall“, beschlossen schließlich ein nahezu dreistündiges Rock-Konzert, das für die anwesenden Genre-Fans quasi ein vorweihnachtliches Präsent darstellte und mit großem Applaus und glänzenden Augen quittiert wurde.