Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: „Nicht wegen der guten Luft“ – Interview mit Herschbergs Kaderplaner Bernd Müsel

Bernd Müsel
Bernd Müsel Archivfoto: VIEW

Bernd Müsel hörte nach der vergangenen Runde beim SV Herschberg als Trainer auf. Allerdings unterstützt er den in die Fußball-Bezirksliga abgestiegenen Verein weiterhin in der Kaderplanung. Peter Seibel sprach mit dem 52-Jährigen.

Herr Müsel, wie sieht Ihre momentane Aufgabe beim SV Herschberg genau aus?
Ein offizielles Amt habe ich nicht. Ich unterstütze den Verein aus dem Hintergrund. Ich sehe sehr viele Fußballspiele. Wenn mir ein Spieler auffällt, empfehle ich ihn dem Verein.

Personell war es für den SV Herschberg in den ersten Saisonspielen fast immer eng. Woran liegt’s?
Da gibt es einige Gründe. Wie für andere Vereine ist es auch für uns schwierig, Spieler zu bekommen. Dazu hat Herschberg keine Jugend und auch keine zweite Mannschaft, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann. Urlaub und verletzte Spieler haben ein Übriges dazu beigetragen. Manchmal fehlt auch einfach die Einstellung.

Wird personell nochmals nachgebessert?
Spieler kommen nicht wegen der guten Luft nach Herschberg. Es stellt sich also immer die Frage, was sich der Verein leisten kann. Da ist der Verein auch gefordert, ein Konzept zu erstellen und mögliche Sponsoren ins Boot zu holen. Aber natürlich sind wir in Gesprächen mit Spielern. Man muss abwarten, was umsetzbar ist.

Vier Punkte aus sechs Spielen bedeuten aktuell Platz 15. Droht der dritte Abstieg in Folge?
Wenn alle an Bord sind, ist die Mannschaft stark genug, um eine gute Rolle zu spielen. Beide Trainer machen gute Arbeit, obwohl sie es nicht leicht haben. Da sind viele nicht immer einfache Typen dabei. Alles, was am Trainerjob Spaß macht, die taktische Spielentwicklung beispielsweise, macht heute vielleicht noch 20 Prozent aus. Alles andere sind Nebenkriegsschauplätze. Deshalb bin ich auch selbst kein Trainer mehr.

DAS BEZIRKSLIGA-PROGRAMM

Am Sonntag empfängt der SV Herschberg um 16 Uhr die SG Kirchheimbolanden/Orbis. Der auf Rang vier liegende SV Hinterweidenthal muss bereits am Freitag um 19.30 Uhr beim punktgleichen TuS Landstuhl antreten, Der SC Weselberg erwartet am Sonntag (15.15 Uhr) den FV Weilerbach.

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