Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FKP-Jugendleiter Tretter: „Wir wollen mit jedem Jahrgang die höchstmögliche Klasse spielen“

„Peter gehört einfach zum FKP. Durch sein Wissen und seine Erfahrung erhalten wir einen zusätzlichen Schub, der uns helfen wird,
»Peter gehört einfach zum FKP. Durch sein Wissen und seine Erfahrung erhalten wir einen zusätzlichen Schub, der uns helfen wird, die gesamte Ausbildung beim FKP weiter zu verbessern.« Dies sagt Andreas Kamphues (links) über Peter Tretter (rechts), mit dem er schon von 2012 bis 2016 in der ersten FKP-Mannschaft erfolgreich zusammenarbeitete – Kamphues als Teammanager, Tretter als Chefcoach.

Nach einem Jahr beim FCK kehrt Peter Tretter zum FK Pirmasens zurück und bildet dort mit Abteilungsleiter Andreas Kamphues, Klaus Wagenblatt und Jürgen Rock die Jugendleitung. Der 54-jährige Hinterweidenthaler soll, wie der FKP mitteilt, „als Bindeglied zwischen der Jugend und der U23 fungieren, zusätzliches Individualtraining anbieten, interne Trainerschulungen durchführen und an der Konzeptentwicklung mitarbeiten“. Die RHEINPFALZ sprach mit Tretter, der beim FKP schon Chefcoach (2012 bis 2019), Co-Trainer (Saison 2011/12) Interimstrainer (März bis Mai 2011), U19-Coach (2007 bis 2010) und Jugendkoordinator (2019/20) war.

Herr Tretter, ist Ihr Engagement im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Kaiserslautern jetzt schon beendet? Die Regionalliga-Saison Ihres U15-Teams wurde ja wegen der Corona-Krise abgebrochen ...
Nein, das endet erst am 30. Juni, wie in dem damals mit Boris Notzon ausgehandelten Vertrag vereinbart. Ich bringe das sauber zu Ende und biete weiterhin zweimal die Woche Training auf dem Fröhnerhof an. So ist das mit Herrn Scherr ausgemacht (Uwe Scherr ist seit Mitte August Sportlicher Leiter des FCK-Nachwuchsleistungszentrums, die Redaktion).

Kann man das Ziel Ihres neuen Engagements beim FKP vereinfacht so zusammenfassen, dass versucht wird, wieder mehr Spieler aus der eigenen Jugend mit der Zwischenstation U23 in die erste Mannschaft zu bringen?
Ja, aber das ist nicht so einfach, und es gibt da keine Garantien. Leider gehen in unserer Jugend jetzt wieder vier, fünf Talente weg in die Nachwuchsleistungszentren von Kaiserslautern, Elversberg und Karlsruhe.

Wie kann der FKP für junge Talente noch interessanter werden?
Indem wir zum Beispiel die Umfänge erhöhen, also zumindest jede zweite Woche vier statt der bisher drei Trainingseinheiten pro Woche anbieten und uns so an die Trainingsumfänge in den Nachwuchsleistungszentren annähern. Da wir inzwischen auch auf den Rasenplätzen im Stadion Spesbach, beim SV Ruhbank und beim MTV Pirmasens trainieren können, haben wir dafür nun genügend Plätze. Ich kann positionsspezifisches Zusatztraining leiten, wenn unsere nebenberuflich oder ehrenamtlich tätigen Jugendtrainer – und wir haben richtig gute Trainer – dafür aus beruflichen Gründen keine Zeit haben. Ich schätze mal, dass ich zwei- bis dreimal die Woche auf dem Platz sein werde. Und wir können mit der Regionalliga-Perspektive, der „Durchlässigkeit“ beim FKP punkten. Yannick Grieß, Manuel Grünnagel, Jonas Singer, Yannick Osée oder Alexander Heinze haben aus unserer Jugend den Sprung geschafft. Wir können den Jungs vor Augen halten, dass es in Pirmasens schnell gehen kann. Außerdem bieten wir einen Fahrservice an, um die Eltern zu entlasten, wir wollen auch im Jugendbereich Video-Analysen machen. Auch die Ausstattung der Jugendspieler soll durch Sponsoren noch besser werden.

Werden Sie auch als Talent-Scout für den FKP unterwegs sein?
Ja, ich gucke – auch überregional. Wir müssen nicht nur Talente abgeben, sondern auch welche suchen. Außerdem stehe ich zu Spielbeobachtungen für die U23 zur Verfügung.

Bei den C- und D-Junioren spielt der FKP in der höchsten Liga, bei den B-Junioren allerdings nur in der dritthöchsten, was wiederum auch ein Grund dafür ist, dass die A-Junioren in den vergangenen Jahren nicht mehr zur Regionalliga-Spitzengruppe zählten ....
Primär ist die gute Ausbildung der jungen Spieler das Ziel. Aber natürlich wollen wir mit jedem Jahrgang die höchstmögliche Klasse spielen. Und ja, es ist unser Ziel, künftig mit den A-Junioren in der Regionalliga wieder konstant unter die ersten fünf, sechs Mannschaften zu kommen.

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