FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens gegen Bayern Alzenau: Der fünfte Versuch

Hat seinen Vertrag noch nicht verlängert: FKP-Verteidiger Manuel Grünnagel, hier mit Trainer Patrick Fischer.
Hat seinen Vertrag noch nicht verlängert: FKP-Verteidiger Manuel Grünnagel, hier mit Trainer Patrick Fischer.

Sage und schreibe viermal fiel diese Saison in der Fußball-Regionalliga die Partie FK Pirmasens gegen Bayern Alzenau witterungsbedingt aus. Für Dienstag, 19 Uhr, ist im Framas-Stadion der fünfte Versuch angesetzt. Die Außenverteidiger-Frage stellt sich beim FKP auch diesmal nicht.

Manuel Grünnagel spielt im zehnten Jahr beim FKP, seit Januar 2016 ist der 25-Jährige fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Der Rechtsverteidiger kennt sich also aus in der Regionalliga und im Abstiegskampf. Aktuell liegt sein Team mit 25 Punkten aus 22 Spielen auf dem 19. und damit viertletzten Tabellenplatz, die letzten sechs steigen ab. „Die Lage ist sehr, sehr schwer einzuschätzen, weil alles so eng beisammen ist. Mit zwei Siegen kann man fünf Plätze gutmachen“, sagt der Thaleischweilerer. Nach nur fünf Punkten aus den ersten sieben Spielen im neuen Jahr sei klar: „Wir brauchen gegen Alzenau den Dreier.“ Und der FC Bayern aus Unterfranken, Vorletzter mit 20 Punkten, braucht ihn in seinem zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Fabian Bäcker (30, früher Bundesligaprofi bei Borussia Mönchengladbach) noch dringender.

„Kein böses Blut“

Bei der 0:1-Niederlage in Offenbach fehlte Grünnagel wegen seiner fünften Gelben Karte, gegen Alzenau ist Gianluca Lo Scrudato aus demselben Grund gesperrt. Damit hat Trainer Patrick Fischer auch dieses Mal nicht die Qual der Wahl, welcher seiner drei in etwa auf einem Level agierenden Außenverteidiger draußen bleibt. Und keiner aus dem Trio muss sich ärgern, nur auf der Ersatzbank zu sitzen.

„Für den, der nicht spielt, ist es nicht einfach“, räumt der diese Saison zwölfmal von Beginn an aufgebotene und dreimal eingewechselte Grünnagel ein. Natürlich sei es sinnvoll, dass der Verein angesichts einer auf 42 Spieltage angewachsenen Saison zu den bisherigen beiden Stamm-Außenverteidigern Sascha Hammann und Grünnagel mit Lo Scrudato noch einen guten Mann für diese Position geholt hat. „Aber man kann es nicht immer rational betrachten, wenn man in der Besprechung vor dem Spiel nicht auf dem Plakat mit der Aufstellung steht.“ Zwischen den drei Spielern gebe es aber „kein böses Blut“.

Master während Kurzarbeit

Grünnagels Vertrag läuft zum Saisonende aus. Während seine Abwehrkollegen Moritz Zimmer, Yannick Grieß und Sascha Hammann schon verlängert haben, hat er „noch nichts unterschrieben“. Allerdings: „Beim Klassenerhalt sind wir uns einig.“ Sollte es in die Oberliga runtergehen, sei er mit dem Verein, in dem er sich „verwurzelt“ fühle, bezüglich der Konditionen noch nicht auf einer Linie – und er wolle „einen Vertrag für beide Ligen“. Hauptberuflich befindet sich der in der Pirmasenser Ergo-Fitnessworld beschäftigte Grünnagel derzeit wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit. Dies nutzt er, um seinen Master-Abschluss in betrieblichem Gesundheitsmanagement zu machen.

Zimmer fällt aus

Zurück zum Spiel gegen Alzenau: Sollte sich einer der beiden Außenverteidiger während der Partie verletzen, hätte Trainer Fischer ein Problem, da nicht nur Lo Scrudato gesperrt ausfällt, sondern auch der schon einige Male auf dieser Position aushelfende Mittelfeldspieler Salif Cissé beruflich verhindert ist. Als Notlösung kämen dann, so Fischer, die Mittelfeldspieler Luka Dimitrijevic, Jonas Jung und Tim Hecker infrage. Als sicher gilt, dass der in Offenbach eingewechselte Kapitän David Becker erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder von Beginn an im zentralen defensiven Mittelfeld agiert. Innenverteidiger Zimmer pausiert laut Trainer Fischer wegen einer Zerrung „gegen Alzenau definitiv und vermutlich auch am Samstag gegen Kassel“.

x