Pirmasens Erstmals Kunstgrün im Pirmasenser Stadion

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Frischzellenkur für den Stadionrasen: 10.000 Euro hat die Stadtverwaltung investiert, um das Grün auf der Husterhöhe wieder in Schuss zu bringen. Erstmals wurden schadhafte Stellen mit Hybridrasen ausgebessert. Das ist nicht billig, dafür soll der Ball besser rollen.

„Sieht doch schon wieder ganz gut aus.“ Beigeordneter Michael Schieler war am Mittwoch guter Dinge, als er der Presse die Frischzellenkur für das Grün im städtischen Stadion präsentierte. Ein Radlader beackerte unterdessen den Stadionrasen, piesackte ihn. Dicht an dicht wird das Grün derzeit durchlöchert, damit Luft in den strapazierten Boden kommt. Bis zum DFB-Pokalspiel im August, für das sich Schieler den FC Bayern nach Pirmasens wünscht, soll auch der neue Rollrasen angewachsen sein und an den nachgesäten Stellen frisches Grün sprießen. Immer wieder hatte es Kritik an dem Stadionrasen gegeben, nun haben Schieler und sein Gartenamtschef André Jankwitz reagiert und insgesamt 10.000 Euro investiert. Die Problemflächen vor den Toren und an den Seitenlinien wurden erstmals mit Hybridrasen, Naturgras, das mit Kunstfasern verstärkt ist, ausgebessert Diese Mischung aus Natur- und Kunstrasen habe den Vorteil, dass sie im Winter, wenn das Grün extrem abgespielt wird, mehr Stabilität biete und sich nicht so leicht Löcher bilden, so Schieler. Die Löcher hatten zuletzt den Kickern des FKP das Leben schwer gemacht. Von 7000 Quadratmeter Rasen wurden 260 Quadratmeter mit dem Premium-Grün bestückt. Die hohe Belastung des Rasens durch den FKP, aber auch Gäste, nannte Schieler als Grund für die erforderliche Rasenkur. Jankwitz zufolge ist es normal, dass im Winter ein Rasen leidet, wenn keine Rasenheizung vorhanden ist. „Der spielt sich einfach stärker ab.“ Schieler führte aus, der Rasen müsse jetzt sechs Wochen ruhen. Ihm sei es ein großes Anliegen, ein gutes Grün zu präsentieren. Schließlich sei die Stadt gerne Gastgeber auch für auswärtige Vereine wie Hauenstein, Saarbrücken oder Niederauerbach. Und natürlich für den DFB, der gerne seine Juniorennationalmannschaften in Pirmasens auf den Platz schicke, die Kulisse und die Atmosphäre schätze. „Das ist eine feine Sache fürs Image“, meint der Beigeordnete. Wobei es der Stadt nicht nur ums Renommee geht, sondern auch um Einnahmen. 250.000 Euro kostet das Stadion inklusive der angrenzenden Sportanlagen, die auch für den Schulsport genutzt werden, im Jahr. Zwar zahlt der FKP Miete und übernimmt Betriebskosten, aber da muss noch ein bisschen mehr zusammenkommen, um zumindest auf 50.000 Euro Einnahmen zu kommen, wie Schieler ausführte. Obwohl gespart werden müsse, halte er es nach wie vor für richtig, im Stadion zwei Hausmeister zu beschäftigen. „Ich investiere lieber in Personal als in Sachkosten, zumal im Schichtdienst an sieben Tagen gearbeitet werden muss.“ Insgesamt 15.000 Euro hat die Verwaltung Schieler zufolge ins Stadion gesteckt, das jetzt fast elf Jahre alt ist. „Es musste mal etwas gemacht werden“, rechtfertigte Schieler den Mitteleinsatz. Im Tribünenbereich seien Malerarbeiten mit „eigenen Leuten“ ausgeführt worden, außen bekomme das Stadion, das 10.000 Zuschauer fasst, noch einen neuen Anstrich. Graffiti sollen ebenfalls entfernt werden. Die Stadionuhr funktioniere wieder, ebenso die Anzeigetafel. Und die Lautsprecheranlage sei auch wieder okay, da sei nur etwas falsch eingestellt gewesen. „Für die neue Saison ist alles in Schuss“, versichert Schieler, der immer noch stolz darauf ist, die Baukosten für das städtische Stadion vor zehn Jahren größtenteils mit Fördermitteln gestemmt zu haben, ohne den städtischen Etat zu belasten. (cla)

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