Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Urgestein des SV Hermersberg

Würde gerne mit seinem SV Hermersberg wieder in die Verbandsliga aufsteigen: Patrik Bold (in Gelb), hier mit Sebastian Stanjek v
Würde gerne mit seinem SV Hermersberg wieder in die Verbandsliga aufsteigen: Patrik Bold (in Gelb), hier mit Sebastian Stanjek von Tabellenführer SC Hauenstein.

Patrik Bold ist ein Muster an Vereinstreue. Seit dem dritten Lebensjahr spielt der 29-Jährige durchgehend beim SV Hermersberg, dem aktuellen Tabellendritten der Landesliga.

In seinem letzten A-Junioren-Jahr (2013/14) schaffte Patrik Bold mit der Jugendspielgemeinschaft Hermersberg unter Trainer Bernd Müsel den Aufstieg in die Verbandsliga. Danach spielte das Hermersberger Urgestein in der Bezirks-, Landes- und Verbandsliga für seinen Heimatverein und machte einige Auf-, aber auch Abstiege mit. „Wenn ich spiele, strebe ich den maximalen Erfolg an. Die Zeit in der Verbandsliga war schon cool und eine große Erfahrung. Das würde mich schon noch mal reizen“, sagt der gelernte Mechatroniker mit zusätzlicher Techniker-Ausbildung, der mit seiner Ehefrau in Hermersberg wohnt.

Die Chance, wieder in die höchste Liga des Südwestdeutschen Fußballverbands aufzusteigen, ist auf alle Fälle vorhanden. Aktuell lauert der SV Hermersberg in der Landesliga West auf Rang drei hinter dem VfR Baumholder, der als Zweiter drei Punkte, aber auch ein Spiel mehr hat. Spitzenreiter SC Hauenstein ist momentan zehn Punkte besser. „Trotzdem ist die Liga sehr ausgeglichen. Wer den Aufstieg bereits abschreibt, dem fehlt eindeutig der Biss“, verdeutlicht Bold, der auf alle Fälle „dranbleiben“ will – auch wenn die Landesliga mit all ihren Derbys für Hermersberg eine gute Liga sei.

Bold: Kürzlich bei jung gegen alt etwas erschrocken

Bold, der als Abteilungsleiter Elektro bei der in Höhfröschen ansässigen Mohrbach Verpackungsmaschinen GmbH arbeitet, agiert bei den Gelb-Schwarzen zumeist auf der Sechser-Position. „Oft spiele ich da gemeinsam mit Pascal Masch. Aber grundsätzlich ist mir die Position egal. Hauptsache, ich spiele“, stellt Bold klar.

Mittlerweile zählt er zu den Routiniers im Team. „Zuletzt bin ich etwas erschrocken, als wir im Training alt gegen jung gespielt haben. Pascal Masch war damals nicht da, und nach den Trainern war ich der Älteste“, erzählt Bold.

Schlusslicht Hinterweidenthal nicht unterschätzen

Seinen Spielstil beschreibt der Mittelfeldmann wie folgt: „Ich gebe immer alles. Ich will Zweikämpfe gewinnen und dann den einfachen Ball spielen.“

Nach sieben Jahren unter Trainer Jens Mayer mussten sich Bold und seine Mannschaftskollegen im Sommer auf einen neuen Coach einstellen. „Das sind zwei unterschiedliche Trainer. Auch wenn sich manche Inhalte überschneiden, hat jeder seine eigene Art. Auf alle Fälle konnte und kann man von beiden vieles lernen“, beschreibt Bold den Übergang von Mayer zum mitspielenden Christopher Ludy.

Um zumindest an dem zu Saisonende Aufstiegsspiele bringenden zweiten Platz dranzubleiben, strebt Bold mit seinem Team im letzten Heimspiel des Kalenderjahres am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den SV Hinterweidenthal einen Sieg an. Das Hinspiel unterm Heibertstein gewannen die Hermersberger mit 2:1. „Der Kunstrasen ist sicherlich ein Vorteil für uns“, merkt Bold vor dem Duell mit dem Tabellenletzten aus dem Wasgau an. Allerdings warnt er auch: „Die Hinterweidenthaler verfügen über ein paar Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Deshalb werden wir sie auf gar keinen Fall unterschätzen.“

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

  • Landesliga: TuS Bedesbach-Patersbach - SF Bundenthal (Samstag, 16.15 Uhr), FC Schmittweiler-Callbach - SC Hauenstein (Sonntag, 14.30 Uhr), SV Hermersberg - SV Hinterweidenthal, SV Rodenbach - SG Rieschweiler (beide Sonntag, 15.30 Uhr)
  • Bezirksliga: FC Rodalben - SV Nanz-Dietschweiler (Samstag, 15 Uhr); SG Eppenbrunn spielfrei
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