Sportlerwahl Die Nominierten: Wer wird Mannschaft des Jahres 2025 in Pirmasens und Umgebung?
Zum mittlerweile 20. Mal ruft die Sportredaktion der RHEINPFALZ Pirmasens ihre Leser auf, die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres zu wählen. Für jede der drei Kategorien hat die Redaktion fünf Vorschläge gemacht. Wer dann letztlich Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres 2025 wird, entscheiden unsere Leser mit ihren Stimmen. Unter allen Wählern verlosen wir ein iPad.
Unsere Kriterien für die Vorauswahl: Da es sich um eine Wahl der Pirmasenser Rundschau handelt, müssen die Sportler aus dem Verbreitungsgebiet stammen oder einem Verein des Verbreitungsgebiets angehören.
Die nominierten Teams waren teilweise auf nationaler oder internationaler Ebene erfolgreich oder schafften Titelgewinne mit einer ganz besonderen Note.
Oberliga-Fußballer des FK Pirmasens
Erstmals seit 2016 schaffte es der FK Pirmasens im vergangenen Jahr, den Pokal des Südwestdeutschen Fußballverbands zu gewinnen und sich damit für die erste DFB-Pokal-Runde zu qualifizieren. Das Team von Trainer Daniel Paulus traf am 24. Mai 2025 im Verbandspokalfinale auf Oberligameister Schott Mainz. „Die Klub“ spielte eine grandiose erste Hälfte, ging vor rund 1700 Zuschauern durch Tore von Luka Dimitrijevic und Marc Ehrhart mit 2:0 in Führung und siegte letztlich mit 2:1.
Damit war Pirmasens zurück auf der nationalen Fußball-Bühne und hätte dort am 16. August fast eine Sensation geschafft. Denn vor 10.000 Zuschauern im ausverkauften Framas-Stadion führte der Fünftligist durch ein Tor von Kapitän Yannick Grieß bis in die Nachspielzeit verdient mit 1:0 gegen die Bundesliga-Profis des Hamburger SV, hatte eine Riesenchance zum 2:0, unterlag aber letztlich mit 1:2 nach Verlängerung. Von den insgesamt 40 Oberliga- und Pokalspielen der Saison 2024/25 verlor der FKP nur zwei.
Sportgymnastinnen des TV Dahn
Zum fünften Mal in Folge haben sich die Rhythmischen Sportgymnastinnen des TV Dahn den deutschen Meistertitel im Gruppen-Mehrkampf gesichert. Doch bei den Finals Ende Juli 2025 in Dresden war das Ergebnis knapper als manche vielleicht vermutet hätten. Der TB Oppau war ein ebenbürtiger Herausforderer, lag nach der ersten Übung mit Ball und Reifen auf Platz eins. Mit dem Band waren die Dahnerinnen dann aber nicht zu schlagen und sicherten sich den Gesamtsieg.
30 Fans aus dem Wasgau waren mit der Mannschaft der Trainerinnen Aline und Nicole Kriebel nach Sachsen gefahren. Die Unterstützung war enorm. Auch im Gerätefinale mit dem Band tags darauf siegten die Dahnerinnen Marlene Kriebel, Marie Laux, Johanna Herder, Marie Decker, Nina Kowalczyk und Melissa Gys, mit Reifen und Ball reichte es für Silber. „Bei den letzten 15 Entscheidungen in fünf Jahren haben wir 13-mal Gold gewonnen und zweimal Silber“, sagt Aline Kriebel: „Das ist schon eine Hausnummer.“
U19-Fußballer des FK Pirmasens
Noch nie hatte der 1903 gegründete FK Pirmasens einer nationalen Liga für A-Junioren-Fußballer angehört – bis sich im November 2025 die Mannschaft von Trainer Peter Rubeck mit einem 4:1-Sieg in Gau-Odernheim den ersten Platz in der Regionalliga Südwest vor Mainz-Gonsenheim, Rot-Weiß und TuS Koblenz, Eintracht Trier, vor dem FC Homburg und Wormatia Worms sicherte. Der FKP darf nun den Rest der Saison in der U19-DFB-Nachwuchsliga spielen und sich dort mit den Junioren von Proficlubs messen.
„Alle hier freuen sich riesig auf diese Herausforderung“, betont Rubeck. Erreichen die Pirmasenser in ihrer Staffel einen der ersten vier Plätze, dürfen sie auch nächste Runde in der höchsten Liga antreten. Ansonsten geht es für sie in der Regionalliga weiter. Dort hatten sie in der Saison 2024/25 nach der Hinserie ganz knapp den ersten Platz und damit den Sprung in die DFB-Nachwuchsliga verpasst, sich dafür aber letztlich die Regionalliga-Meisterschaft gesichert. Generelles Ziel des Vereins ist es, möglichst viele Spieler aus der U19 in die erste Mannschaft zu bringen. Einige Talente aus Rubecks Kader haben sich dafür empfohlen und hatten schon Einsätze in der Herren-Oberliga.
A-Jugend-Handballerinnen der TS Rodalben
Die goldene Handball-Generation der TS Rodalben hat Vereinsgeschichte geschrieben. Die A-Juniorinnen setzten sich am letzten Spieltag der Saison 2024/25 durch einen 29:22-Sieg in Wörth im wahrsten Sinne des Wortes die Krone in der Regionalliga auf. Regionalligameister – das hatte bis dato noch nie eine TSR-Mannschaft geschafft! Wie überragend diese Saison des Teams von Trainerin Yvonne Schäfer war, zeigt der Blick auf das Schlussklassement. In 17 der 18 Partien gingen die Rodalberinnen als Siegerinnen von der Platte. Sie mussten sich lediglich Vizemeister TSG Mainz-Bretzenheim einmal geschlagen geben.
Was diesen unerwarteten Erfolg noch bemerkenswerter macht, war der Minikader. Die Turnerschaft hatte meist nur drei oder noch weniger Ersatzspielerinnen auf der Bank und somit kaum Wechseloptionen. Die personellen Defizite machte der Meister durch mannschaftliche Geschlossenheit und Zusammenhalt wett. Wenn es zwei Spielerinnen herauszuheben gilt, dann sind das zweifelsohne Madeleine Schäfer und Hannah Allgaier. Die Tochter der Trainerin wurde mit 152 Treffern Regionalliga-Torschützenkönigin. Hannah Allgaier entpuppte sich in ihrer ersten Saison als A-Jugendliche von Beginn an als beste Torhüterin der Liga.
Gym and Dance Team der TS Rodalben
Das Gym & Dance Team der TS Rodalben ist Seriensieger bei „It's Showtime“ und deutschen Turngruppen-Meisterschaften, doch 2025 erlebten die Sportlerinnen eine Premiere. Die erfolgsverwöhnte Formation aus dem „Kaff Rodalben“, wie es ihre Trainerin Janine Fix bezeichnete, durfte bei der World Gym for Life Challenge des Weltgymnastikverbands FIG in Lissabon antreten. Mit „Black Widow“, einer turnerisch-tänzerischen Darbietung zu düsterer Musik, gingen die Südwestpfälzerinnen bei der Weltmeisterschaft auf Beutejagd.
Vor rund 2000 Zuschauern in der portugiesischen Hauptstadt blieb am Ende überraschend die Silbermedaille in den Netzen der schwarzen Witwen kleben. In der Kategorie „Großgruppen ohne Gerät“, in der vier Goldmedaillen verteilt wurden, waren 46 sehr starke Formationen an den Start gegangen. Wie die Verantwortlichen der TSR nach dem Wettbewerb von der Jury erfuhren, reichte es nur ganz knapp nicht für Gold. Die Südwestpfälzerinnen qualifizierten sich durch den Silberrang für die kommende Europameisterschaft vom 8. bis 12. Juli im italienischen Pistoia.