Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Die erwartete Wende auf dem Arbeitsmarkt

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Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz ist im Dezember leicht angestiegen. Nachdem die drei Monate zuvor einen Rückgang von knapp 2000 arbeitslosen Männern und Frauen brachten, kam es zum Jahresende zur erwarteten Wende. Dieser saisonale Effekt trübt nach Ansicht der Arbeitsagentur aber keinesfalls den anhaltenden positiven Trend am regionalen Arbeitsmarkt.

Die Zahl der offenen Stellen stieg im Dezember weiter an und übertraf die Rekordwerte der Vormonate. Arbeitslose aus der Grundsicherung konnten vom Aufschwung ebenso profitieren wie jene aus der Arbeitslosenversicherung. In beiden Bereichen lag die Arbeitslosenzahl unter dem Vorkrisenniveau. Die Zahlen aus der Beschäftigung spiegelten diesen Trend: Es waren wieder mehr Menschen in der Westpfalz beschäftigt als vor einem Jahr.

In der Stadt Pirmasens waren im Dezember 2243 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 41 beziehungsweise 1,9 Prozent mehr als im November und 134 beziehungsweise 5,6 Prozent weniger als im Dezember des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote in der Stadt ist damit von 10,5 Prozent im November auf nun 10,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie dagegen um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen.

101 freie Stellen im Dezember in Pirmasens gemeldet

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Pirmasens 101 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren eine mehr als im November und 29 mehr als im Dezember des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag noch 587 offene Stellen im Bestand.

Auch im Landkreis Südwestpfalz ist die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung angestiegen. So waren im Dezember 1835 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 32 beziehungsweise 1,8 Prozent mehr als im November und 259 beziehungsweise 12,4 Prozent weniger als im Dezember 2021. Die Arbeitslosenquote ist damit von 3,5 Prozent im November auf nun 3,6 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,4 Prozentpunkte zurückgegangen.

„Chancen auch für Geringqualifizierte“

Von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südwestpfalz wurden in den vergangenen vier Wochen dem Arbeitgeber-Service 77 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren neun mehr als im November und 28 mehr als im Dezember des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 556 offene Stellen im Bestand.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin von seiner besten Seite. Der im Dezember und Januar übliche Anstieg wird dem Aufschwung keinen Abbruch tun. Die Unternehmen in der Region sind weiterhin intensiv auf der Suche nach neuem Personal. Das bietet Chancen für alle, die auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind. Auch für Geringqualifizierte tun sich Möglichkeiten auf, an die vor zwei bis drei Jahren noch nicht zu denken war“, stellt Peter Weißler, der Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, fest.

Den bisherigen Höchstwert an Arbeitsstellen übertroffen

„Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen übertraf wiederum den Höchstwert“, so Weißler weiter. „Wir unterstützen mit unseren Angeboten und wollen helfen, dass Betrieb und Arbeitskraft zusammenkommen. Immer mehr wird es darauf ankommen, frühzeitig die erforderlichen Weiterbildungen anzugehen um letztlich die Möglichkeiten zu nutzen, die der Arbeitsmarkt in unserer Region bietet. Auch wenn die Stellenbesetzung länger dauert zeigen die aktuellen Zahlen, dass wieder mehr Menschen in der Westpfalz sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und damit auch tatsächlich von den Angeboten profitieren“, sagt Weißler.

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