Pirmasens
Deutsche Glasfaser: Ausbau beginnt dieses Jahr
Dieses Jahr gab es im Monatstakt widersprüchliche Nachrichten von Deutsche Glasfaser zum Ausbau in Pirmasens. Mal wurde ein früher Start versprochen, dann wieder auf die schwierige Lage am Baumarkt verwiesen und kein Termin für den Baustart genannt.
Jetzt ist Thomas Schommer, Pressesprecher der Deutschen Glasfaser sicher, dass es noch in 2024 mit dem Bau im Nordosten der Stadt losgehen kann. „Wenn es gut läuft, haben wir 2024 auch die ersten Kunden am Netz“, so Schommer.
Neues Netzkonzept
Der Grund für Schommers Optimismus ist die Überarbeitung des Netzkonzeptes. „Wir nennen es Netzkonzept 4.0“, so Schommer. Kern des neuen Konzepts seien kleinere und weniger Verteilerkästen, die teilweise ohne Strom und Lüftung auskommen. „Die werden ein Drittel kleiner als bisher geplant.“ Die Verteilung der Glasfaser beginnt an einem so genannten Central-Office, das ebenfalls kleiner als bisher geplant ausfallen könne und am Straßenrand Platz hat. Das Central-Office braucht Strom und schickt die Daten an die kleineren Kästen. „Die vorher nötigen Häuschen fallen weg“, erläutert Schommer weiter.
Im Oktober schon soll das für Pirmasens-Nordost nötige Central-Office aufgestellt werden. Dann geht es von dort los mit dem Ausbaggern der kleinen Gräben, die sich über die Husterhöhe, Sommerwald und Teile des Horeb ziehen werden. Deutsche Glasfaser favorisiert den Ausbau in offener Bauweise mit Gräben. Nur für Straßenquerungen oder Hausanschlüsse werde mit so genannten Erdraketen gearbeitet, ohne alles aufzugraben.
Offene Bauweise mit Gräben
Spülbohrungen, die ohne Gräben arbeiten, seien in bebautem Gebiet nicht üblich, so Schommer. Die Erdrakete wird auch Bodenverdrängungsverfahren genannt und arbeitet wie ein Hammer, der die Erdrakete unterirdisch nach vorne treibt. Bis zu 15 Meter pro Stunde sollen so möglich sein. Schommer versichert, dass die Gräben nicht üppig ausfallen werden. Das seien schmale Gräben mit einer Tiefe von 40 bis 80 Zentimetern.
Als Baupartner für den Ausbau hat sich Deutsche Glasfaser für die IMG Business Germany GmbH mit Sitz in Kaiserslautern entschieden. Das im April 2023 im Handelsregister eingetragene Unternehmen hat sich auf die Installation und den Betrieb von Telekommunikationsinfrastruktur spezialisiert, wie der Internetseite des Unternehmens zu entnehmen ist.
Restlicher Zeitplan noch in Arbeit
Wann die Deutsche Glasfaser mit den anderen Gebieten von Pirmasens beginnt, für die ein Glasfaserausbau durch das Unternehmen vorgesehen ist, konnte Schommer noch nicht sagen. Der Zeitplan für den Rest sei noch in Arbeit.
Die Deutsche Glasfaser hatte 2022 und 2023 um Kunden in den Pirmasenser Vororten und Teilen des Kernstadtgebiets geworben. Nach entsprechend guten Vertragsabschlüssen entschloss sich das Unternehmen zum Ausbau in Erlenbrunn, Fehrbach, Gersbach, Hengsberg, Niedersimten und Winzeln. Im Bereich der Ruhbank wollten nicht genug Haushalte einen Vertrag abschließen. Windsberg wird über das Pirmasenser Unternehmen Tegro versorgt.
Wer in den betroffenen Bereichen noch einen Vertrag haben will, kann sich telefonisch an Deutsche Glasfaser wenden: 02861 890600 oder online unter www.deutsche-glasfaser.de/pirmasens. Bei Problemen während des Baus steht die Bau-Hotline unter 02861 89060940 Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr zur Verfügung.